Gebühr fürs Gartenwasser

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15. September 2009, 10:28 Uhr

Warin/Bützow | Der Wasser- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) befasst sich gegenwärtig mit der Abschaffung der so genannten Bagatellgrenze. Zurzeit zahlen WAZ-Kunden trotz separatem Schmutzwasserzähler für eine pauschale Abwassermenge von zehn Kubikmetern Gebühren, obwohl sie dieses Schmutzwasser gar nicht in die Kanalisation einleiten.

Hintergrund: Wasserabnehmer im WAZ-Gebiet nutzen die Möglichkeit, einen zweiten Wasserzähler einzubauen, um etwa beim Gießen im Garten nicht eine Abwassergebühr zahlen zu müssen (die sonst grundsätzlich für jeden abgenommenen Kubikmeter Trinkwasser fällig wird). Jedoch kassiert der Verband trotzdem noch für zehn Kubikmeter Abwasser pro Jahr. "Das sind gegenwärtig 34,40 Euro", sagt WAZ-Geschäftsführerin Katja Gödke. Begründet wird das mit dem zusätzlichen Verwaltungsaufwand, den der WAZ für die Abrechnung habe.

Ein Gericht erklärte im März diese so genannten Bagatellgrenzen für nicht rechtens. Wenn extra ein Schmutzwasserzähler vorhanden sei, dürfe nicht pauschal kassiert werden.

Die Geschäftsführung des WAZ will dem Verband demnächst eine Satzungsänderung vorschlagen. Aber: Den zusätzlichen Aufwand werde man sich dennoch bezahlen lassen. "Der Zweckverband Rügen hat beispielsweise eine Gartenwasserzähler-Grundgebühr", sagt Katja Gödke. Ähnliches stelle sie sich auch für den WAZ vor.

Nicht viele Kunden im WAZ-Gebiet würden einen zweiten Wasserzähler besitzen. Gödke spricht von Einzelfällen. Von rund 250 Abnehmern war vor zwei Jahren die Rede. Damals beantragte die Gemeinde Mühl Rosin die Abschaffung der Bagatellgrenze und scheiterte.

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