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Lokales

23. November 2017 | 04:46 Uhr

Gebäudekomplex brannte lichterloh

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2011 | 12:54 Uhr

Ludwigslust | Das Feuer in einem weitläufigen und dem Verfall preisgegebenen Gebäudekomplex in Ludwigslust "Am Bassin" hat von Sonnabend gegen 22.30 Uhr bis in die gestrigen Morgenstunden 85 Einsatzkräfte von sieben Feuerwehren bis an die Leistungsgrenze gefordert. Einsatzleiter Bodo Thees sprach von einem Großfeuer, das nur durch massiven Einsatz von Mannschaft und Gerät bereits nach einer Stunde unter Kontrolle war.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus - wieder einmal in jüngster Zeit. Spezialisten der Kriminalpolizei ermittelten bereits am Brandmorgen , um möglichst viele Spuren oder Beobachtungen zu sichern. Die Schadenshöhe lasse sich zum derzeitigen Stand nicht benennen, so die Polizei. Das Gebäude gehöre einem Immobilienmakler aus Hamburg, und das Haus stehe unter Denkmalschutz, wusste ein ehemaliger Hausmeister.


Die Führungsspitze der Einsatzkräfte, die zur Stadt Ludwigslust zählen, waren von der Jahresversammlung in Techentin (Seite 11) gerade nach Hause zurück, als der Vollalarm sie wie auch ihre Kameraden zum Einsatz rief. Die Schwerpunktfeuerwehr Ludwigslust erhielt so die notwendige Unterstützung aus Techentin, Kummer, Hornkaten und Glaisin. Zusätzlich rückte weitere Verstärkung aus Grabow und die Drehleiterbesatzung aus Hagenow an. Der Dachstuhl des dreigeschossigen Backsteingebäudes brannte lichterloh. Die Brandausbreitung einzudämmen, gestaltete sich schwierig, da heiße und zündfähige Dämpfe unter einer Blechverkleidung vor Löschwasser geschützt waren und sich so ungehindert ausdehnen konnten, beschrieb Gemeindewehrführer Thees die ersten Minuten des Löscheinsatzes. Der entscheidende Erfolg gelang, nach dem die Flammen im Dachstuhl mit Löschwasser aus den Rohren der Trupps auf den beiden Drehleitern beschossen werden konnten. "Von den Flammen ging durch ihre Reichweite eine erhebliche Gefahr für meine Kameraden aus", lobten Thees und auch der mit angerückte Kreiswehrführer Heiko Dübel das umsichtige Löschen der Freiwilligen. Der Schaden am ruinösen Gebäude dürfte durch Feuer und Löschwasser immens sein. Der Wertverfall am Gebäude, dass an einem der schönsten Plätze der Stadt steht, wird sicherlich durch nicht mehr abzuwehrende Witterungseinflüsse weiter voranschreiten.

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