Gastwirt, der vom Fernsehturm sprang

Viele berühmte Gäste  waren schon im  Hotel bei   Hardy Behrend  wie  Regine Hildebrandt, Henning  Voscherau und  die  Landesväter  von Mecklenburg-Vorpommern. Im  Gästebuch verewigt hat sich  zum Beispiel  auch Gerhard Schröder. Brunhilde Schmidt
Viele berühmte Gäste waren schon im Hotel bei Hardy Behrend wie Regine Hildebrandt, Henning Voscherau und die Landesväter von Mecklenburg-Vorpommern. Im Gästebuch verewigt hat sich zum Beispiel auch Gerhard Schröder. Brunhilde Schmidt

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31. Juli 2010, 01:57 Uhr

Lübtheen | Eigentlich ist der heutige Gastronom und Inhaber des Hotel Behrend in Lübtheen, Hardy Behrend, Busfahrer - leidenschaftlicher Busfahrer. Das unterstreicht er mit Nachdruck und legt auf die Äußerung "Busfahrer mit Leib und Seele" großen Wert. Aber wie so oft kommt im Leben manches anders als geplant. Aus der Arbeitslosigkeit seiner Frau heraus entschieden sie sich dann im Jahre 1991, ein Haus in der Salzstraße zu erwerben. Damit waren eine Menge Probleme verbunden. Letztlich war das bessere Konzept ausschlaggebend und das kam vom Ehepaar Behrend. Heute sind sie stolz auf das, was sie geschaffen haben. Gerade ist das Hotel renoviert worden und strahlt in neuem Glanz. Und die ganze Familie hat dabei geholfen, verweist Hardy Behrend dankbar.

Herr Behrend, wo ist Ihr Lieblingsplatz in Lübtheen?

Hardy Behrend: Zuhause in der Salzstraße aber auch bei meiner Mutter. Auf dem schönen Grundstück kann man gut entspannen.

Was würden Sie als Bürgermeister in Lübtheen sofort ändern?

Es ist gut so, wie es ist. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren großartig entwickelt. Wenn wir aus dem Urlaub kommen, stellen wir immer wieder fest, wie schön Lübtheen ist. Dank der Wirtschaftlichkeit der großen Betriebe haben wir auch viele Arbeitsplätze. Nach der Wirtschaftskrise geht es hier auch wieder voran. Allerdings macht sich das erst später bei den Bürgern im Geldbeutel bemerkbar. Das merken auch wir in der Gastronomie.

Wo kann man Sie in Lübtheen am ehesten treffen?

Hinter dem Tresen.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Wir haben als Kinder am Kohlenplatz gewartet, wohin die Fahrzeuge fahren. Mit dem Rad haben wir sie verfolgt. Dann halfen wir den älteren Einwohnern, ihre Kohlen in den Keller zu bringen. Dafür gab es die eine oder andere Mark.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Wir sind ins Bad nach Probst Jesar, haben Brause und Bockwurst gekauft.

Was würden Sie gerne können?

Englisch. Wir haben oft Gäste aus den USA und Kanada. Mit ihnen würde ich mich gerne besser verständigen können. Ich habe mir eine Lern-CD gekauft.

Was stört Sie an anderen?

Die Gleichgültigkeit. Viele meckern über alles, aber interessieren sich nicht für politische Zusammenhänge. Den meisten Menschen ist nur noch wichtig, was sie selbst in der Tasche haben.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?

Ich habe immer mal von einem Bungeesprung geschwärmt. Stammgäste haben mir dann einen zum Geburtstag geschenkt - vom Hamburger Fernsehturm. Ich bin gesprungen. Eigentlich benutzte ich das Wort nicht - aber es war geil.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Meine Frau Janett. Es beeindruckt mich, wie sie alles geschafft hat, die Arbeit hier im Hotel und die Erziehung unserer beiden Kinder.

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch, wenn Sie selbst kochen?

In den meisten Fällen kocht meine Frau. Aber ich kann es auch. Bevorzugt wird in unserer Familie Hausmannskost. An der Spitze stehen da solche Gerichte, wie Königsberger Klopse, Kohlrouladen, Rippchen aber auch saure Eier.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Ich sehe sehr wenig, wenn dann Sport und da Formel 1.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Nico Rosberg, weil er eine Blitzkarriere hingelegt hat und gute Chancen für große Erfolge hat.

Mit welchem Lied verbinden Sie schöne Erinnerungen?

Ich mag die Beatles, die Stones und Deep Purples. Früher saßen wir auf dem Kirchplatz und hatten die Musik richtig laut…

Welches Geschenk ist Ihnen wichtig?

Meine beiden Kinder Hardy und Jenny sind für mich mein größtes Geschenk.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Eine Kreuzfahrt mit meiner Frau zu unserer Silberhochzeit im Jahr 2012.

Was werden Sie als Rentner machen?

Nachholen, wofür ich jetzt wenig Zeit habe: Viel Zeit für die Familie nehmen.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen? Heinz Carsten - er ist ein Lübtheener Urgestein. Wenn jemand Fragen zur Stadt hat, Heinz Carsten kann weiter helfen.

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