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Lokales

26. September 2017 | 22:10 Uhr

Gasexplosion: Ursache noch ungeklärt

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2010 | 07:34 Uhr

wittenberge | Bis heute ist nicht geklärt, wie es am 31. August des letzten Jahres zu der verheerenden Gasexplosion in der Kyritzer Straße kommen konnte. Das sagt auf Nachfrage des "Prignitzers" Rudi Sonntag, Pressesprecher im Polizeipräsidium Potsdam. Rückblende: Die Detonation riss eine Wittenbergerin in den Tod. Drei Wohnhäuser wurden zu Ruinen, viele andere teils massiv beschädigt.

Sonntag erklärt: Da die Ursache für das Unglück noch immer unklar sei, "hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin ein Gutachten beim TÜV Rheinland in Auftrag gegeben". Es solle das bereits seit längerem vorliegende Gutachten vom Landeskriminalamt ergänzen.

Der Polizeisprecher räumt auf Redaktionsnachfrage ein, dass sich das Erstellen des TÜV-Gutachtens "recht lange hinzieht". Das sei aber eher die Regel als die Ausnahme. Derartige Gutachten würden sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. In diesem Fall bedeute das: Sämtliche Bauteile des Brenners einschließlich der Sicherheitsventile müssen im Zusammenwirken mit den jeweiligen Herstellern auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. "Es muss dabei die Frage beantwortet werden: Was hat zum Gasaustritt geführt?", sagt Sonntag. Nach seinen Worten sei es relativ früh klar gewesen, dass das Gas nicht aus der Zuleitung ausgeströmt sein könne.

Wer heute durch die Kyritzer Straße fährt, findet an der Unglücksstelle noch immer das völlig zerstörte Einfamilienhaus, in dem sich die Explosion ereignete. Verständlicher Weise fragen immer wieder Wittenberger nach, was dort geschieht.

Gotthardt Poorten als Leiter des städtischen Rechts- und Ordnungsamtes kennt diese Fragen. Er geht davon aus, dass sich erst dann etwas tun wird, wenn die Untersuchungen zur Unglücksursache abgeschlossen sind; auch, weil in der Regel erst dann Versicherungen tätig werden. Sein Amt könne nicht eingreifen, da keine unmittelbare Gefahr im Verzuge ist.

Der Besitzer des Unglückshauses hat die Explosion schwer verletzt überlebt. Wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums dem "Prignitzer" sagte, befinde sich der Mann in einer physisch und psychisch schwierigen Verfassung. "Er hat bei seiner Befragung jede Suizidabsicht sehr weit von sich gewiesen", erklärt Sonntag mit Verweis auf die polizeilichen Befragungen und fügt hinzu, er habe als Zeuge angegeben, er sei aus der Nachtschicht gekommen, habe erst sehr schwer und spät in den Schlaf gefunden.

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