Gartenfeuer ab März wieder erlaubt

Dicke Luft könnte ab März wieder in den Dörfern und Städten herrschen. Denn die Gartenfeuer-Zeit bricht an. Michael Beitien
Dicke Luft könnte ab März wieder in den Dörfern und Städten herrschen. Denn die Gartenfeuer-Zeit bricht an. Michael Beitien

svz.de von
25. Februar 2011, 01:57 Uhr

Grevesmühlen | Wenige Tag vor dem Beginn der "Gartenfeuer-Zeit" hat der Landkreis Nordwestmecklenburg an Kleingärtner appelliert, pflanzliche Abfälle nach Möglichkeit zu kompostieren und nicht zu verbrennen. "Wenn die pflanzlichen Abfälle verbrannt werden, entstehen unweigerlich gesundheitsschädliche Gase und Stäube, die eine Selbstgefährdung verursachen. Je nach Lage der Brennstelle kann auch die Nachbarschaft erheblich belästigt und gefährdet werden", sagte gestern Frank Scholz, Sachgebietsleiter Abfallwirtschaft in Grevesmühlen. Das Kompostieren sei die urälteste Methode der Welt, um pflanzliche Abfälle auf natürliche Weise dem Stoffkreislauf zurückgeben zu können.

Trotz des Appells dürften ab dem 1. März wieder einen Monat lang Rauchschwaden gen Himmel steigen. Denn verboten ist das Verbrennen von Gartenabfällen nach wie vor nicht. So können Kleingärtner im März und Oktober montags bis sonnabends von 8 bis 18 Uhr Grünschnitt den Flammen übergeben, wenn eine Kompostierung nicht möglich oder unzumutbar ist. Zu beachten ist dabei, dass das Feuer maximal zwei Stunden pro Tag brennen darf und Nachbarn nicht belästigt oder gar gefährdet werden.

Verstöße gegen die geltenden Regelungen müssen Mitarbeiter immer wieder registieren. So gehen allein beim Landkreis Nordwestmecklenburg durchschnittlich ein Dutzend Beschwerden ein, weil sich Nachbarn durch Rauch belästigt fühlen und Sachen verbrannt werden, die keine Gartenabfälle sind. So wurden an Feuerstellen beispielsweise Stahlferden von Sofas, Möbelbeschläge, Scharniere und Schlösser gefunden. Wer bei der "heißen Entsorgung" erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. Notfalls rückt auch die Feuerwehr an, um das Verbrennen zu stoppen.

"Was wir im Landkreis ebenfalls beobachten, sind gewaltige Dampfwolken, die in den Himmel steigen und aus Staub und Ruß bestehen", ärgert sich Scholz über das Verbrennen nicht ausreichend getrockneter Gartenabfälle.

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