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Lokales

21. September 2017 | 21:37 Uhr

Garten: Ursprüngliches, Entspannung und Luxus

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erstellt am 13.Jun.2010 | 07:10 Uhr

Bützow | "Hier hat meine Enkelin farbige Radieschen ausgesät", erzählt Brigitte Schmidt. "Und daneben stehen farbige Möhren." Interessiert lauschen Petra und Manfred Bittins aus Bröbberow den Erklärungen der Diplom-Gartenbauingenieurin.

Die Schmidts leben mit drei Generationen unter einem Dach. Und auch im Garten hinterm Haus wird alles gemeinsam beackert. Wie, das erfuhren Besucher, die am zurückliegenden Wochenende das Angebot "Offene Gärten" nutzten. Eine kleine Pflanze erweckt das Interesse der Bröbberower. "Das ist Stevia, auch Süßkraut genannt", erklärt Brigitte Schmidt. Die Pflanze sei 33-fach süßer als Zucker. Auf dem Fischmarkt in Hamburg habe sie die Pflanze ergattert, die offiziell in Deutschland nicht zugelassen ist. Schmidt verwendet sie für Tee, Kaffee aber auch in Süßspeisen wie Quark.

Kräuter sind es auch, die im alten Pfarrgarten in Qualitz die Aufmerksamkeit der Besucher finden. Gudrun Schützler, die dort seit 1999 mit ihrer Familie lebt, achtet in dem weitläufigen Gelände nicht so auf die "Ordnung". "Wir haben hier alles ein wenig locker angepflanzt", erzählt sie. Auch viele Rosen finden sich, die "leider noch nicht blühen". Die zurückliegenden Wochen waren einfach noch zu kalt. "Ich habe viele Gäste aus Wismar begrüßt erzählt", Gudrun Schützler.

Nur einige Kilometer weiter, in Baumgarten, zieht Dirk Einbeck ein Kräuterbrot aus einen Lehmbackofen. Die Kräuter stammen natürlich aus dem eigenen Garten. "Ich bin verliebt in meinen Garten", gibt seine Ehefrau Ines Einbeck unumwunden zu. Mit den Händen in der Erde zu wühlen, habe etwas so Ursprüngliches. Vor fünf Jahren kaufte sie das ehemalige Küster- und Schulhaus, rund 200 Jahre alt, in Baumgarten. Froh ist sie, dass sie hier einen alten Baumbestand übernehmen konnte. Vieles ist bewahrt, nur weniges musste weichen. Gartenarbeit sei für sie die totale Entspannung, ein Luxus, sagt Inis Einbeck. Dabei putzt sie nicht jede Ecke. Nimmt ein Kraut Überhand, muss man eingreifen, sonst gestattet sie Mutter Natur auch ihre Freiheiten. Ein großes Stück Arbeit war die Errichtung des Weidendomes vor vier Jahren. Ringsum hat sie inzwischen Rosen gepflanzt. Einige sollen noch hinzu kommen. Der Weidendom beeindruckt auch Besucher aus Rostock "Der ist noch schöner als der auf dem IGA-Gelände", sagen sie.

"Ich stehe morgens mit Garten im Kopf auf und gehe abends mit Garten im Kopf wieder ins Bett", gibt Jutta Brandt in Mamerow zu. Garten, das sei bei ihr Leidenschaft. Auf ihrem 5000 Quadratmeter großen Grundstück sind in den vergangenen drei Jahren 15 verschiedene Themengärten entstanden. So gibt es einen Wassergarten, Senkgarten, Kies- und Rosengarten sowie verschiedene nach Farben gestaltete Gärten. Die Aktion "Offene Gärten" findet sie einfach toll.

Vor allem nutzten sie viele Gartenfreunde das Wochenende, um Anregungen für die eigene grüne Oase zu bekommen, wie Petra Bittins in Bützow erzählt.

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