Ganzliner entdecken Stroh als Baustoff

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21. Dezember 2010, 10:57 Uhr

ganzlin | Stroh als Baustoff der Zukunft: Das ist der neueste Coup des Vereins zur Förderung angemessener Lebensverhältnisse (FAL). Das Paradebeispiel für Eigeninitiative feiert jetzt 20-jähriges Jubiläum. FAL ist ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden, die in der strukturschwachen Region zwischen Lübz und Plau am See etliche Projekte auf die Beine stellen. Von der Umwandlung des GUS-Truppenübungsplatzes Retzower Heide in ein Naturschutzgebiet bis zu jenen Stroh-Baustoffen reicht das Spektrum.

Dass FAL 20 Jahre durchgehalten hat, überrascht sogar Geschäftsführer Klaus Hirrich: "Nicht im Traum hätte ich daran geglaubt. Wir waren, als wir den Verein 1990 gegründet haben, von etwa drei Jahren ausgegangen. Wir wollten Menschen, die ihren Job in der Landwirtschaft verloren hatten, auffangen und in der Region halten." Dabei spielte der zweite Arbeitsmarkt - damals ABM - eine große Rolle. Von Anfang an konzentrierten sich die FAL-Macher auf niveauvolle Projekte. Hirrich: "Die Menschen sollten nicht den Wald fegen, sondern Sinnvolles für die eigene Region machen - das war unser Grundsatz und ist es heute noch. Ich denke, zu einem sehr hohen Prozentsatz sind wir diesem Anspruch gerecht geworden."

Aktuell macht der FAL mit seinem Projekt MORGENland Schlagzeilen. Auf dem Gelände des Wangeliner Gartens entsteht ein bisher beispielloser Ort, wo sich Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mit Zukunftsproblemen praktisch auseinandersetzen sollen. Sie wohnen z.B. in Gebäuden, die in Strohballenbauweise errichtet wurden und alternative Energiequellen nutzen.

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