Ganz Plau in Jubiläumslaune

Reinhard Müller, Martina Höppner und Norbert Bosse (v. r.) stellten die druckfrischen Werbeträge des Stadtjubiläums vor.bernd möschl
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Reinhard Müller, Martina Höppner und Norbert Bosse (v. r.) stellten die druckfrischen Werbeträge des Stadtjubiläums vor.bernd möschl

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01. April 2010, 01:57 Uhr

plau am see | Rechtzeitig vor dem Osterfest stellte die Stadt Plau am See die ersten druckfrischen Werbefaltblätter und Plakate zur 775-Jahrfeier vor. Zu den darin terminierten Höhepunkten der offiziellen Festwoche sowie des ganzen Jubiläumsjahres hielten Plauer Bürger auch schon Handfestes bereit, das von starker Eigeninitiative zeugt.

Nicht nur für Bürgermeister Norbert Reier und den Vorsteher der Plauer Stadtvertretung Klaus Bendel, Tourismus-Organisator Reinhard Müller sowie Festkoordinatorin Martina Höppner und Moderator Norbert Bosse war das spontane Geschenk einer "Plauer Symphonie" aus den Händen der einheimischen Künstler Carola und Claus Swienty eine geglückte Überraschung.

Diese einzigartige Sinfonie für Plau am See trägt nicht umsonst den Untertitel "Eine Stadt erklingt". Sie möge dies an vielen Orten tun - insbesondere natürlich an den Originalschauplätzen, aber auch außerhalb, um für ihre Wahlheimat zu werben. Das wünschen sich Carola und Claus Swienty, deren Atelier in einem historischen Kaufhaus seit 2008 die hiesige Kulturlandschaft bereichert. Der Erlös durch den Verkauf der CD (mit dem übrigens von Carola Swienty gemalten Cover) solle ganz und gar der Stadt Plau zugute kommen und mithelfen, die 775-Jahrfeier zu finanzieren, verfügten die Autoren.

Neben diesem unverhofften Werbeträger machen aber auch die druckfrischen Plakate und Flyer nach Entwürfen des mit Plau eng verbundenen Güstrower Grafikers Günter Endlich eine gute Figur. Sie stehen ab sofort allen Interessierten zur Verfügung mit vielen, aber längst noch nicht allen der attraktiven Termine des Jubiläumsjahrs und seiner Festwoche zum Septemberauftakt.

Allein zwischen dem Eröffnungsgottesdienst der Plauer Kirchgemeinden am 29. August und der Bootslampionfahrt auf Elde und Plauer See in die Nacht des darauf folgenden Sonntags enthält das Festprogramm so viel Attraktives, dass die einheimischen Vereine, Verbände, Interessengemeinschaften und natürlich das ehrenamtliche Vorbereitungskomitee mit Stolz behaupten können: Da ist für Jeden etwas dabei und das bei freiem Eintritt!

"Beim großen Festumzug wird buchstäblich die ganze Stadt auf den Beinen sein", ist Plaus Bürgermeister überzeugt, obwohl ihm insbesondere die personelle Besetzung einiger Statistenrollen im historischen Teil noch Kopfzerbrechen bereitet. Dafür aber kann Norbert Reier bereits fest zusagen, dass die Prignitzer Eisenbahn wieder ihren im Vorjahr erfolgreich getesteten Sonderzugverkehr zwischen Wittstock und Plau anbieten wird, und zwar nicht erst zum Plauer Stadtjubiläum, sondern schon zur 725-Jahrfeier in Meyenburg am letzten Mai-Wochenende.

Überhaupt nicht mehr warten lassen dagegen die Museumsfreunde vom Plauer Heimatverein. Sie haben just zu Ostern einen nagelneuen Ausstellungssteil gestaltet, welcher den Burghofbesuchern das alltägliche Leben im "Alten Plau" noch anschaulicher zeigen soll. Neben originalem Handwerkszeug und Küchenutensilien vergangener Jahrhunderte präsentiert die Schau auch historische Zeitungsseiten der jeweiligen Daten mit teilweise sehr aufschlussreichen aber auch kuriosen Mitteilungen und Annoncen der Vorfahren Plauer Familien. Im Burgturm mit seinen Aussichtsluken schließlich zieht Wolfram Kirschnick wieder regelmäßig das uralte Turmuhrwerk zum Glockenschlag auf, welches zu einer Zeit von Plauer Handwerkern geschmiedet wurde, als man die heute geläufigen Arten der Metallverbindung durch Nieten, Schweißen oder Schrauben noch gar nicht kannte.

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