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Lokales

19. Oktober 2017 | 18:39 Uhr

Ganz Liepe im Linedance-Fieber

vom

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2011 | 06:08 Uhr

LIEPE | Oster-Countryfestival war am Wochenende in Liepe. Zum dritten Mal fand dieses Event statt, das Country- und Linedance-Freunde weit über die Region hinaus anzieht. Und so war die Wiese hinter der Lieper "Waldschänke" auch gut gefüllt mit Wohnwagen und -mobilen. Einige hatten als eindeutiges Zeichen US-Flaggen gehisst. Verkaufswagen mit Angeboten rund um Country und Linedance komplettierten das frühlingshafte Bild.

Organisiert hat das Event-Wochenende Gerd Bender, der Inhaber der "Waldschänke". Er war mit der Resonanz der Besucher zufrieden. "Manche sind 450 Kilometer gefahren, um hier dabei zu sein", freute er sich. Auch aus Berlin und Hannover seien Gäste gekommen, so Bender. Seit zehn Jahren betreibt er die "Waldschänke", einen reinen Familienbetrieb, wie er sagt, bei dem alle mit anpacken. Familienfeiern, Hochzeiten, Geburtstage, Jugendweihen, Taufen und vieles mehr sind das Konzept der gastlichen Einrichtung, die ansonsten wohl nicht überleben könnte. Gerd Bender, der Bauunternehmer und Architekt, hat seinerzeit das Gebäude der alten Schule, das dringend sanierungsbedürftig war, hergerichtet und dort die "Waldschänke" etabliert. Er sah die Zeit gekommen, noch einmal etwas Neues anzufangen, nicht ständig unterwegs zu sein. Und dass in Liepe nun gar nichts los ist, kann man ja auch nicht sagen. Seit sechs Jahren trifft sich jeden Mittwoch die Linedance-Gruppe, eine lose Vereinigung, zu der mittlerweile rund 20 Interessenten kommen.

Das Oster-Country-Festival von Freitag bis Sonntag beinhaltete Linedance-Workshops mit DJ Henry. Er ist seit Jahren von der Country- und auch der Linedance-Kultur infiziert. "Das Faszinierende ist, beim Linedance kann man auch allein tanzen. Und es ist Gehirnjogging, wenn man Choreografien umsetzt", erklärt Henry, der mit bürgerlichem Namen Henry Schwentke heißt und aus Wittenberge kommt. Dort hat er unter anderem einen Linedance-Kurs von über 70-Jährigen, die mit Feuereifer bei der Sache sind. Innerhalb Deutschlands ist Linedance seit Ende der siebziger Jahre immer mehr in Mode gekommen. Mittlerweile wird er nicht mehr nur zu Countrymusik getanzt, sondern hat auch andere Stilrichtungen erobert. Henry Schwentke kennt sich aus: Der ehemalige Bauunternehmer ist landauf, landab unterwegs und organisiert Country- und Linedance-Events, ist zudem als Country-DJ gefragt. Außerdem gibt er als Instructor Choreografien weiter.

Am Sonnabendmittag beispielsweise war die Tanzfläche in der Veranstaltungsscheune der "Waldschänke" proppenvoll, und Frauen wie Männer waren mit Feuereifer dabei, sich neue Choreografien anzueignen.

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