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Zweitwohnsitzsteuer im Amt Sternberger Seenlandschaft : Gäste als Geldquelle: Gemeinden kassieren

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Kommunen entdecken Gäste als Einnahmequelle: Mit Mustin hat jetzt die Hälfte der Gemeinden im Amt eine Zweitwohnungssteuer. Die Mustiner segneten diese neue Steuer ab; erhoffte Mehreinnahme: 3500 Euro pro Jahr.

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erstellt am 20.Mär.2011 | 10:05 Uhr

Sternberg | Kommunen entdecken Gäste als Einnahmequelle: Mit Mustin hat jetzt die Hälfte der Gemeinden im Amt Sternberger Seenlandschaft eine Zweitwohnungssteuer. Die Mustiner segneten diese neue Steuer ab; erhoffte Mehreinnahme: 3500 Euro pro Jahr. Betroffen sind Besitzer von Wochenend-Häusern am Scharbow-See.

Wie auf Mustin lastet auch auf anderen Gemeinden der Druck, mehr Geld in die maroden Haushalte zu spülen. Die Verwaltung drängt darauf, z.B. Steuern zu erhöhen - oder aber wie bei der Zweitwohnungssteuer neu einzuführen. Zielgruppe seien vor allem Menschen, die ihren Hauptwohnsitz woanders, im Ort aber eine Nebenwohnung haben. "Sie nutzen die gesamte Infrastruktur der Gemeinde kostenlos", erklärt Kämmerer Reinhard Dally. Auf diese Weise sollen die Bewohner auf Zeit auch gedrängt werden, "in den Gemeinden ihren Hauptwohnsitz zu wählen".

Neben Mustin haben bisher Witzin, Weitendorf, Hohen Pritz und Borkow die Steuer für Gastschläfer im Ort als Geldquelle entdeckt. Brüel seit 2006. "Es ist ein kleines Steinchen in der Haushaltskonsolidierung", so Bürgermeister Jürgen Goldberg. Hundesteuer bringe mehr.

Die Stadt Sternberg diskutierte bereits über eine solche Gäste-Steuer. "Es besteht noch Gesprächsbedarf", sagt Bürgermeister Jochen Quandt. So sei nicht geklärt, ob auch Nutzer von Kleingartenanlagen mit erfasst werden sollten.

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