Gärtner haben große Pläne

Chronist und Ehrenmitglied des Verbandes: Alois Bönsch hat große Pläne für das Jubiläumsjahr.jenny pfeifer
Chronist und Ehrenmitglied des Verbandes: Alois Bönsch hat große Pläne für das Jubiläumsjahr.jenny pfeifer

von
22. Januar 2010, 08:53 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Der Verband der Gartenfreunde der Hansestadt Rostock hat sich für dieses Jahr viel vorgenommen. Bei der ersten Sitzung des Festkomitees haben gestern Vertreter des Verbandes und der Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zum 85. Jubiläum das Jahr 2010 zum Jahr des Kleingärtners ausgerufen.

Der 16. Mai 1925 ist der offizielle Gründungstag des Gartenverbandes. Somit blicken die Gartenfreunde auf eine lange und traditionsreiche Vergangenheit zurück. Viel hat sich seit dem Gründungstag verändert. "Die Bedeutung des Kleingartens hat sich gewandelt", bestätigt Chronist und Ehrenmitglied des Verbandes Alois Bönsch. Anstatt Obst und Gemüse für den Verzehr zu produzieren, dient die Laube heute fast ausschließlich der Erholung. Die Nähe zur Natur beispielsweise durch die Installation von Hummelhäusern gehört zu den Innovationen des Gartenhandwerks. "Diese Leistungen sollen gewürdigt werden", betont Jerzy Lukoszek, stellvertretender Verbandsvorsitzender.

Chronist und Autor des Buches "Blick über den Gartenzaun", Bönsch, hat sich für das 85-jährige Verbandsbestehen einen umfangreichen Plan erarbeitet. "Zuerst einmal wünsche ich mir, dass an der Geschäftsstelle ein Schild zum Jubiläum angebracht wird", sagt er. Weiter wünscht er sich dafür angepasste Briefköpfe und Stempel. Damit aber auch die Arbeit der insgesamt 1500 freiwilligen Gärtner gewürdigt wird, erhofft er sich eine Festveranstaltung, bei der herausragende Laubenpieper ausgezeichnet werden. "Schließlich haben wir Ehrenamtliche, die seit 30 Jahren als Energiebeauftragte bei uns tätig sind", weiß Bönsch zu schätzen.

Auch Methling ist von der Sache angetan und stellt gerne den Festsaal dafür zur Verfügung. Darüber hinaus hält er mit seinem Versprechen von der Delegiertenversammlung 2009 Wort, 50 000 Euro in die Rostocker Kleingärten zu investieren. "Wir müssen nur noch überlegen, was wir damit machen", gibt der OB zu bedenken. Eine festliche Jahresversammlung wird es ebenfalls geben, bei der noch einmal die getane Arbeit der Vergangenheit vorgestellt wird, so Lukoszek. Damit nichts vergessen wird, sind derzeit alle Rostocker Verbände angehalten, Unterlagen aus der Geschichte ihrer Anlage zusammenzutragen. Der stellvertretende Vorsitzende hofft, dass die Ergebnisse zwischen März und Oktober in den Räumen der Verbandspartner Eon.edis und der VR-Bank ausgestellt werden. Außerdem liegt Bönsch am Herzen, dass jeder einzelne Verband ein eigenes Emblem entwerfe.

Im vergangenen Jahr haben einzelne Anlagen bereits einen großen Teil ihrer Ernte, den sie nicht selbst verzehren konnten, an die Rostocker Tafel gespendet. Für dieses Jahr will der Verband die Obstabgabe im großen Stil betreiben und hat sich deren organisatorische Perfektion vorgenommen. Viele weitere Veranstaltungen wie die Apfel- und Rosentage sollen auch in diesem Jahr wieder das umfangreiche Programm abrunden. Bei einem Kleingärtnerball gilt es dann, das Jahr feierlich ausklingen zu lassen. "Das letzte Mal haben wir ihn zum 70. Bestehen des Verbandes veranstaltet", erinnert sich Lukoszek. Er hofft, mit regelmäßigen Treffen die Zusammengehörigkeit der einzelnen Mitglieder zu stärken, so dass zukünftig öfter solche großen Pläne in die Tat umgesetzt werden können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen