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Lokales

22. September 2017 | 13:36 Uhr

Gärten als Labsal für alle Sinne

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2010 | 04:07 Uhr

Mamerow | Ein Garten ist es eigentlich nicht, was Sibylle Schulz bei der landesweiten Aktion "Offene Gärten" am Wochenende präsentierte, eher "ein Stück gestaltete Landschaft", so die 53-Jährige. In Mamerow hat sie rund um ihre denkmalgeschützte Fachwerk-Kate ein Lavendelfeld, einen Teich und ein großes Rasenlabyrinth angelegt. Alles erscheint naturbelassen. Zäune gibt es nicht. Dennoch existiert eine klare Ordnung in der Raum- und Flächenstaffelung, betont Sibylle Schulz. "Wichtig ist mir, dass der freie Blick in die Landschaft in alle Richtungen offen bleibt", sagt sie. Wie Sibylle Schulz in Mamerow öffneten am Wochenende zwölf Gärten im Landkreis Güstrow ihre Pforten und luden Gartenbegeisterte zum Staunen und Fachsimpeln.

Wenn das Wetter es zulässt, hält Sibylle Schulz nichts mehr im Haus. "Ich bin immer draußen, es gibt auf dem Grundstück ja auch genug zu tun", sagt sie. Seit 1984 lebt sie in Mamerow, hat viel Zeit und Arbeit in ihre "gestaltete Landschaft" gesteckt. Überall auf dem Grundstück hat sie kleine "Kuschel ecken" eingerichtet, "zum Entspannen, Schauen, Sitzen und Genießen", sagt sie. Am Wochenende war sie froh, dass sie das Schöne, was sie bei sich erhalten und geschaffen hat, auch anderen zeigen konnte. Der Garten ist für Sibylle Schulz ein "Labsal für alle Sinne".

So geht es auch Jutta Brandt. Ebenfalls in Mamerow nahm die 55-Jährige mit ihrem Staudenhof "Augenweide" an der Aktion "Offene Gärten" teil. "Ich stehe morgens mit Garten im Kopf auf und gehe abends mit Garten im Kopf wieder ins Bett", gibt sie zu. Garten, das sei bei ihr Leidenschaft. Auf ihrem 5000 Quadratmeter großen Grundstück sind in den vergangenen drei Jahren 15 verschiedene Themengärten entstanden. So gibt es einen Wassergarten, Senkgarten, Kies- und Rosengarten sowie verschiedene nach Farben gestaltete Gärten.

"Ich setze auf Artenvielfalt", unterstreicht Jutta Brandt. "Sonst gibt es bald nur noch das Standard-Angebot aus dem Baumarkt." Rittersporn, Mohn und Mageritten wachsen überall auf ihrem Staudenhof. "Von Mohn gibt es ganz viele verschiedene Arten. Das wissen nur wenige", sagt sie. Jutta Brandt will, dass die Leute in ihrer Gärtnerei verweilen und Fragen zu den Pflanzen stellen können. Deshalb hat sie auch überall Sitzmöglichkeiten geschaffen.

Schon als Kind hat die gelernte Nachrichtentechnikerin alles was mit Garten zu tun hat aufgesogen. Ihren Garten hat Jutta Brandt seit April 2009 auch zum Beruf gemacht. Da eröffnete sie ihren Staudenhof. "In meinem Garten kann ich mich kreativ ausleben", sagt sie. Immer wieder versucht sie sich an neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Die Aktion "Offene Gärten" findet sie einfach toll. Bereits zum dritten mal nahm Jutta Brandt am Wochenende teil. Mehr als 200 Gäste konnte sie wieder begrüßen.

 

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