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Schlagsdorf Traumberuf gesucht

Von KRoe | 02.02.2014, 00:00 Uhr

Regionale Schule mit Grundschule bot zum zweiten Mal einen Berufsorientierungstag an

Lucas Rehbach zieht an dem großen Hebel, langsam faltet sich das Metallstück unter dem Druck – genau an der blauen Linie. „Sehr gut“, lobt Jens Wischnewski, der neben ihm steht und die Maschine gemeinsam mit ihm bedient. „Und jetzt müssen wir das Metall noch einmal an der anderen blauen Line falten.“ Der Metallbaumeister spannt das Werkstück ein und Lucas bedient den He bel. Jetzt noch die Folien abziehen: Fertig ist der selbstgemachte Stifthalter.

Jens Wischnewski von der Firma Mebak aus Schönberg war gestern mit zwei Auszubildenden aus seinem Betrieb zu Gast in der Regionalen Schule mit Grundschule in Schlagsdorf. Hier fand der zweite Berufsorientierungstag für die siebten bis zehnten Klassen statt. Für jeweils 20 Minuten hatten die Schüler Zeit, sich an den Infoständen von zehn Firmen aus der Region über Berufe und Ausbildungschancen zu informieren. Die Firma Mebak war bereits im vergangenen Jahr an der Schule – und das mit Erfolg: „Wir haben einen Auszubildenden von hier eingestellt. Ich bin sehr zufrieden mit ihm“, so Wischnewski. Und Azubis sucht Mebak auch in diesem Jahr wieder. In dreieinhalb Lehrjahren bildet die Firma zum Metallbauer aus. „Wichtig ist mir persönlich, dass die Auszubildenden Spaß an der Sache haben. Wenn sie mit einem langen Gesicht bei uns stehen, dann hat da keiner etwas von“, sagt der Metallbaumeister, der auch die Auszubildenden in seinem Betrieb betreut.

Lucas kann sich vorstellen Metallbauer zu werden. „Etwas herzustellen und selbst zu konstruieren könnte mir schon Spaß machen“, sagt der Achtklässler. Die Damenwelt hingegen reiße sich nicht gerade um den Beruf des Metallbauers, weiß der Ausbilder zu berichten.

Dirk Wegner weiß warum: „Ein Problem bei der Berufswahl liegt darin, dass die Schüler oft gar nicht wissen, was sie eigentlich machen wollen“, sagt der Berufseinstiegsbegleiter. „Gerade die Mädchen greifen dann oft auf traditionelle Frauenberufe zurück“, bedauert er. Damit dies nicht die einzige Wahlmöglichkeit bleibt, ist auch ein Vertreter des Girl’s Day vor Ort, um Mädchen einen Weg in klassische „Männerberufe“ aufzuzeigen.