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Treckerpulling in Rosenow Stärke im Schlamm bewiesen

Von MATA | 26.06.2017, 20:45 Uhr

Rosenower Traktor Pulling-Team begrüßt mehr als 1500 Zuschauer zur neunten Veranstaltung

Eigentlich hatte sich Lokalmatador Torsten Thiessenhusen mit seinem Traktor vorgenommen, beim neunten Traktor Pulling in Rosenow am weitesten nach vorne zu fahren. Doch schon bei etwas mehr als 40 Metern blieb sein Traktor stehen. Der Gang war herausgesprungen und somit ging es für ihn nicht weiter. Immerhin reichte das noch zu Platz zwei. Das Traktor Pulling Team Rosenow als Organisator hatte trotzdem jede Menge Freude. Nicht zuletzt als Frank Mehs in die Spur fuhr und den tonnenschweren Schlitten auf mehr als 54 Meter zog. Denn das bedeutete den Sieg in der ZT-Sportklasse.

„Es ist wieder ein fantastischer Pullingtag. Mehr als 150 Starter mit etwa 100 Fahrzeugen sind gekommen“, freute sich Hartmut Krüske, der in diesem Jahr nicht selbst startete, sondern seinen Traktor verlieh und einer von mehr als 30 Helfern war, die dieses seit 2009 stattfindende Spektakel betreute. „Freunde, Bekannte, Verwandte und Sponsoren helfen uns wie in jedem Jahr. Ohne sie wäre so eine Veranstaltung gar nicht möglich“, erklärte der Organisationschef.

Genau 80 Meter mussten die zwischen 1,5 und 18 Tonnen schweren Traktoren den sogenannten Schlitten ziehen, um ein „Full Pull“, also ein Ziehen über die gesamte Distanz, hinzubekommen. Bis zu 20 Tonnen müssen die schwersten Landwirtschaftsmaschinen ziehen. Nicht bei jedem klappte das. Der zuvor eingesetzte Regen verwandelte gerade die Fahrbahn in ein Modderloch. „Im vergangenen Jahr hatten wir allerdings noch schlechteres Wetter. Da standen selbst die Wohnwagen hier auf dem Gelände unter Wasser“, erklärte Hartmut Krüske. Demzufolge sei es in diesem Jahr schon eine Erleichterung gewesen, dass der Regen noch vor dem Mittag aufhörte.

Er selbst habe vor 21 Jahren das erste Mal in Banzkow ein Traktor-Pulling erlebt und sei von diesem Augenblick gefesselt gewesen, sagte er. „Da stand fest, dass ich so etwas auch einmal organisaieren möchte“, erklärte er. 2005 trat er selbst das erste Mal auf das Gaspedal seines aufgebauten ZT 300. Vier Jahre später folgte die erste eigene Veranstaltung in Rosenow. Daran konnte er sich noch gut erinnern. „Wir hatten mit einer kleinen, überschaubaren Veranstaltung gerechnet. Doch die Leute und Teilnehmer haben uns völlig überrannt. Wir waren nicht in Ansätzen auf so einen Schwung vorbereitet und alles ging drunter und drüber“, erklärte Krüske. Doch schon seit 2010 hat sich die Rosenower Veranstaltung im Rennkalender Mecklenburg-Vorpommerns etabliert. Mittlerweile kommen mehr als 1500 Zuschauer auf die Wiese in dem kleinen Dorf.