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Gnadenhof Seefeld Spende wird dringend gebraucht

Von pett | 18.12.2017, 05:00 Uhr

Tierweihnacht des Lottihof Seefeld bringt viele Kilo Futter für den bevorstehenden Winter – weiteres Zubehör wird noch benötigt

Ein Heu-Dämpfer – das ist der Traum von Christine Geburtig. Doch die Initiatorin der Einrichtung „Aktion Tier – Lottihof“ weiß: mit einem Preis von 1600 Euro wird der in absehbarer Zeit ein Traum bleiben. „Wir haben überwiegend alte und kranke Tiere. Da wäre dieser Heu-Dämpfer eine tolle Sache, weil er zum Beispiel Schimmelpilzsporen, Keime und Allergene abtötet und unschädlich macht“, erklärt die 46-Jährige. Ohne ihn behelfen sich die Mitarbeiter dieses Gnadenhofs für Tiere z. B. mit Kräutermüsli für die Pferde mit Atemwegsproblemen.

Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes der meisten Tiere auf dem Hof wird viel teures Spezialfutter benötigt. „Wir haben zum Beispiel aktuell 14 Pferde. Von denen benötigen elf als regelmäßige Futterbeigabe das so genannte Seniorenmüsli. Eine ganze Palette geht davon jeden Monat drauf“, erzählt die ausgebildete Erzieherin Geburtig. Und auf so eine Palette gehen 500 Kilogramm. Aber ohne das Spezialfutter würden die Tiere nicht genug Energie bekommen – Gras und Heu reichen für sie nicht mehr.

Eine gute Möglichkeit, etwas Unterstützung zu bekommen, bietet da die inzwischen traditionelle Tierweihnacht. Zu hunderten sind am Sonnabend die Tierfreunde gekommen, um Möhren, altes Brot, Kartoffeln, Äpfel, Kohl und eben auch diverses Spezialfutter für die verschiedenen Bewohner des Lottihofes zu spenden. „Wir sind das erste Mal hier, obwohl wir gleich um die Ecke wohnen. Ich habe das in der Zeitung gelesen und zu meinem Mann gesagt, da fahren wir jetzt mal hin und nehmen auch was mit“, berichtet Heidi Kluwe aus Alt Meteln und Ehemann Karl nickt dazu.
Die Tierschützer freuen sich über den großen Zuspruch und danken es den Besuchern mit zahlreichen Aktivitäten. „Wir machen gleich einen Spaziergang mit unseren Eseln“, sagt Mitarbeiterin Doreen Huff.

Ein großer Pferdestall ist zum gemütlichen Café mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee sowie Imbiss mit Suppe, Glühwein und Kinderpunsch umfunktioniert – in einer Box sind die 100 Tombola-Preise aufgebaut. Alles hauptsächlich betreut von ehrenamtlichen Helfern, Freunden dieses Tierschutzprojektes. Die Gäste sollen sich wohlfühlen.

Trotz des erfolgreichen Tages werden weiterhin viele Dinge benötigt: „Flexbinden, Einwegspritzen, Literflaschen Jod, Kinderrechen und Mistboys, Maiscobs – die Liste ist lang“, so Christine Geburtig. Es ist ein Weihnachtswunschzettel für die derzeit 150 Tiere: Pferde, Esel, Schafe, Ziegen, Alpaka, Schweine, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchilla, Puten, Pfauen, Hühner, Enten, Gänse und aktuell viele Igel zur Überwinterung.