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Lützow-Lübstorf So sollen die Radwege sicherer werden

Von Jacqueline Worch | 07.02.2019, 05:00 Uhr

Geförderte Projekte – heute: Das Amt Lützow-Lübstorf möchte das Rad- und Wanderwegenetz ausbauen

Ambitioniert, innovativ, neu – das beschreibt die Ideen der Menschen des Landkreises Nordwestmecklenburg. Viele davon sind nicht nur dazu gedacht, die Lebensqualität im Landkreis zu verbessern, sondern auch die Menschen, die hier leben, zusammen zu führen. Um ihre Ideen in die Tat umsetzen zu können, bedarf es jedoch oft finanzieller Unterstützung. In dieser Woche stellen wir ihnen Projekte vor, die eine solche Förderung erhalten haben.

Auch das Rad- und Wanderwegenetz im Amtsbereich Lützow-Lübstorf soll von Fördermitteln profitieren. Gleichzeitig ist es das Ziel der Kommunalpolitiker, größtmögliche Effekte beim Ausbau der Infrastruktur mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln zu erreichen. Von insgesamt 23 800 Euro, die die Umsetzung des Projektes „Infrastrukturentwicklungskonzept Lützow-Lübstorf“ kosten soll, ist lediglich die Hälfte durch Leader-Fördermittel abgesichert, wie Stefanie Knippenberg vom Amt Lützow-Lübstorf beim jüngsten Treffen der Lokalen Aktionsgruppe Mecklenburger Schaalseeregion-Biosphärenreservatsregion (LAG) erläutert.

Um das Konzept für den Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes in allen 15 Gemeinden im Amtsbereich erfolgreich umsetzen zu können, wurden zunächst die vorhandenen Rad- und Wanderwege sowie die weiteren infrastrukturellen Angebote wie Gaststätten erfasst und ausgewertet. Dadurch sollten mögliche Lücken im In-frastrukturnetz aufgedeckt und hervorgehoben werden. Diese Bedarfsanalyse hätte gezeigt, dass insgesamt 63 Kilometer an Radwegen und 16 Kilometer an Wanderwegen ausgebaut werden müssten, so Stefanie Knippenberg. Im Bereich der Beschilderung an den Rad- und Wanderwegen sei man im Amtsbereich bereits gut aufgestellt, die Pflege und Wartung der Schilder sei jedoch aufwendig und sei aus diesem Grund noch verbesserungswürdig.

Ein ebensolches Defizit hätte die Analyse der an der Strecke gelegenen Raststätten gezeigt. Auch daran müsse man arbeiten.

„Diese Planung haben wir auch schon mit den entstehenden Kosten unterlegt. Ein Quadratmeter Radweg würde etwa 400 Euro kosten, ein Quadratmeter Wanderweg ein bisschen weniger“, erklärt die Mitarbeiterin des Amtes Lützow-Lübstorf. Das seien bisher jedoch nur Richtwerte, da eventuelle Besonderheiten der Gebiete die Kosten erhöhen könnten.

Wichtig sei vor allem auch, dass sich die am Konzept beteiligten Gemeinden hinsichtlich ihrer Einzelvorhaben zum Ausbau des Rad- und Wanderwegenetz abstimmen und diese koordinieren, betont Stefanie Knippenberg. Nur so sei es möglich, sinnvolle Verbindungen zwischen den übergeordneten Netzen und innerhalb des Amtes herzustellen. „Wir möchten mit der Umsetzung des Konzeptes sichere und wenn möglich direkte Wege im Freizeit- und Alltagsverkehr schaffen“, sagt Stefanie Knippenberg.