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Rehna Russische Seele im Seniorenheim

Von pett | 18.12.2017, 04:45 Uhr

Zarrentiner Verein für internationale Begegnung bringt Folklore-Ensemble aus Murmansk ins Haus am Wiesengrund nach Rehna

Russische, ukrainische, moldawische und sogar tschuwaschkische Weihnachtslieder und Volksweisen, haben die Bewohner des Seniorenheims „Haus am Wiesengrund“ der Klosterstadt zu hören bekommen. Vorgetragen von einer achtköpfigen Folkloregruppe aus Murmansk. „Das ist das erste Mal, dass wir so eine Truppe hier haben. Wir sind schon ganz gespannt“, sagt Sylvia Alex, die in dieser Einrichtung die aktivierende und tagesstrukturierende Freizeitgestaltung leitet.

Zustande gekommen ist der Auftritt über den Verein für Partnerschaften und internationale Begegnung der Region Zarrentin e.V., den es seit etwa zwei Jahren in dem Ort am Schaalsee gibt. „Wir haben regelmäßig Kunst- und Kulturgruppen bei uns zu Gast, die dann in der Region auftreten“, erklärt Vereinsvorsitzender Heiko Frank. Der Ursprung des Vereins begründe sich auf einer Partnerschaft von Zarrentin mit Murino, einem Vorort von St. Petersburg. Ein paar Tage zuvor sei von dort auch eine Truppe hier gewesen, so Frank.

Die Verbindung zum Seniorenheim Haus am Wiesengrund ist über Jutta Piontek erfolgt. „Meine Tante, Erna Lund wohnt in diesem Heim. Und da habe ich mir gedacht, es ist doch schön, wenn wir mit einer der Kulturgruppen die uns besuchen hierher kommen“, erzählt die stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Dass es die achtköpfige Gruppe aus Murmansk ist, die noch bis Dienstag in der Region weilt, ist Aljona Solodnikowa zu verdanken. Die junge Frau studiert Deutsch und Englisch und macht gerade ein freiwilliges soziales Jahr an der Schule in Zarrentin. Über ihre Kontakte zum deutsch-russischen Institut in Murmansk und deren Leiterin, Nadeshda Rafikowa ist es zu dem Besuch gekommen. „Wir würden Frau Solodnikowa im nächsten Jahr gern mit dem Auto nach Hause bringen und mit unseren Musikern gleichermaßen Murmansk einen Besuch abstatten“, berichtet Heiko Frank. Aber dafür würden noch die nötigen Sponsoren fehlen, sagt er.

Die Bewohner und das Personal sind begeistert von der Aufführung der russischen Folkloregruppe. „Vor allem diese unterschiedlichen Melodien und die Texte in Originalsprache – das ist einfach toll“, so Sylvia Alex. Dabei war das nur eine ganz kleine Auswahl: Aktuell leben laut Nadeshda Rafikowa 127 Nationalitäten in Murmansk, der größten Stadt nördlich des Polarkreis. Nach Rehna dürfen sie gern wiederkommen.