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Körperverletzung Rauferei überschattet Bauernball

Von STOL | 04.02.2014, 00:00 Uhr

Ein alkoholisierter Gast sorgte bei dem Fest für einen Eklat: Er provozierte und prügelte

Es war ein rauschendes Fest – der Bauernball in der Palmberghalle. 200 Besucher amüsierten sich bestens – bis etwa ein Uhr. Dann wurde die Party der Landwirte massiv gestört. Grund war ein Gast, der sich daneben benahm. Der Mann kam mit zwei Freunden in die Palmberghalle und hatte offensichtlich zu viel Alkohol getrunken. „Die waren vorher beim Skatturnier im Schönberger Sportlerheim“, sagt Petra Böttcher, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Nordwestmecklenburg. Sie bezeichnet den „Störenfried“ als aufdringlich. Er sei von Tisch zu Tisch gegangen und habe Frauen belästigt. Darüber seien einige männliche Gäste offensichtlich nicht erfreut gewesen. Und haben das dem Mann auch deutlich gemacht, so Böttcher. Der fühlte sich davon anscheinend provoziert, zog sein Hemd aus, es folgte eine Rauferei, bei der der Mann einem Landwirt die Nase blutig schlug.

Für viele Gäste unverständlich: Warum es so lange dauerte, bis die Polizei eintraf. Mindestens fünfmal hätten Besucher des Bauernballs Hilfe gerufen.Laut André Falke von der Polizei Wismar seien sechs Beamte zur Palmberghalle gefahren. „Beim Eintreffen der Polizei ist der Mann durch eine Hintertür geflüchtet und konnte anschließend nicht aufgefunden werden“, so Falke. Seinen Angaben zufolge sei der Gast durch eine „aggressive Grundstimmung“ aufgefallen. „Er war alkoholisiert, hatte sich nicht mehr konform verhalten und wurde vom Veranstalter der Halle verwiesen.“ Das passte dem Mann offensichtlich nicht. Falke: „Er soll mehrere Gäste geschlagen haben, die ihn beruhigen wollten.“ Gegen den nicht erwünschten Gast sei inzwischen Strafanzeige gestellt worden wegen einfacher Körperverletzung, wegen Hausfriedensbruchs und wegen Beleidigung, sagt Falke.

Der Mann kommt aus einem kleinen Dorf bei Schönberg und soll schon mehrfach auf Festen aufgefallen sein. Immer negativ – durch Prügeleien nach zu viel Alkoholkonsum. Auch für die Polizei sei die Person „kein unbeschriebenes Blatt“, sagt André Falke. Der Mann werde laut Falke nun von der Kriminalpolizei zu einer Vernehmung vorgeladen. Dann gehe der Fall zum Gericht, wo entschieden werde, ob und welche Strafe er bekomme.