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Perlin Perliner Bürger lässt nicht locker und warnt mit Fotos vor Wildunfällen

Von SVZ | 22.01.2019, 20:00 Uhr

Rund zwei Wochen nach seiner erneuten Kritik an fehlenden Verkehrszeichen in der Gemeinde Perlin hat Rudolf Wedmann seine Forderung danach bekräftigt.

Gleichzeitig ruft er Autofahrer zwischen Perlin und Söhring zur erhöhten Vorsicht auf, um Wildunfälle zu vermeiden. Der Grund: Immer wieder wechselten dort Wildschweinrotten und Rehe die Fahrbahn – doch keine Verkehrszeichen weisen auf diese Gefahr hin. Früher stand dort einmal ein Wildwechselschild, doch nachdem es mehrfach umgefahren worden war, wurde es 2015 nicht mehr aufgestellt.

Als Beweis und Mahnung stellte Wedmann der SVZ Fotos zur Verfügung. Sie entstanden am 19. Januar dieses Jahres und zeigen zahlreiche Wildschweine zwischen Söhring und Perlin. „Diese haben die Straße überquert“, betont Wedmann. Auf einem der Bilder ist zudem ein Schwarzkittel am unmittelbaren Fahrbahnrand zu sehen. Wedmann spricht von einer konkreten Gefahr. „Allein vom 19. bis 21 Januar wechselten allein am Söhringer Weg etwa 20 Stück Schwarzwild und etwa 25 Stück Rehwild die Fahrbahn“, betont Wedmann. „Wenn dort jetzt ein Unfall aufgrund nicht aufgestellter Schilder geschieht, erstatte ich Anzeige wegen Unterlassung“, sagt Wedmann.

Auf dieses und weitere Schilderprobleme hat Rudolf Wedmann Bürgermeister und Amtsverwaltung bereits aufmerksam gemacht. Zuletzt wandte sich der Perliner mit einem Schreiben auch direkt an Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Dass zwischen Perlin und Söhring aufgrund der engen Fahrbahn öfter Schilder umgefahren werden, weiß Iris Brincker, Leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Lützow-Lübstorf. Doch sie sagte erst vor wenigen Tagen: Wenn ein Verkehrsschild umgefahren werde, würde man es wieder ersetzen. Bei manchen Schildern gebe es keine Anordnung der Verkehrsbehörde und es bestehe auch keine Gefahrenlage. Daher würde kein neues aufgestellt. Außerdem gilt: „Wir kontrollieren immer wieder. Und wenn wir reagieren müssen, dann reagieren wir.“