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Gadebusch Nein zu Inklusionsplänen an Heinrich-Heine-Schule

Von HGL | 23.12.2017, 05:00 Uhr

Stadt Gadebusch argumentiert, dass ein Umbau aus bautechnischen Gründen nicht möglich ist

Die Stadt Gadebusch wehrt sich gegen Bestrebungen des Landkreises Nordwestmecklenburg, die Regionale Schule mit Grundschule „Heinrich Heine“ inklusionsgerecht – also für Menschen mit und ohne Behinderungen – ausgestalten zu müssen. Dies haben die Stadtvertreter bei nur einer Gegenstimme mit großer Mehrheit beschlossen. „Was hier gefordert wird, ist technisch und finanziell nicht machbar“, begründet unter anderem die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Schafranski ihr Nein zu den Plänen aus der Kreisstadt. Und auch die anderen Fraktionen stehen dem skeptisch gegenüber. Günter Blankenberg (Gadebuscher Bürgergemeinschaft): „In unserer Fraktion haben wir einige Bedenken zu diesem Ansinnen.“

In dem von den Stadtvertretern verabschiedeten Beschluss heißt es: „Die Stadtvertreter stehen grundsätzlich dem Gedanken der Inklusion positiv gegenüber, aber die konkreten Voraussetzungen in den beiden Schulen Amtsstraße und Heinrich-Heine-Straße sind dergestalt, dass eine praktische Umsetzung dieser Inklusion aus bautechnischen Gründen nicht möglich ist.“ Darüber hinaus fordert die Stadt Gadebusch, dass die vorhandenen Schulformen – Regionale Schule mit Grundschule, Förderschule und Gymnasium – in der jetzigen Form erhalten bleiben.

Bei einer inklusionsgerechten Ausgestaltung der Heine-Schule dürfte neben den allgemein sehr umfangreichen Arbeiten an allen Gebäuden vor allem ein Umbau der Grundschule in der Amtsstraße sehr aufwendig werden. Der Untergrund ist morastig, zudem steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Aus Sicht des Bauamts der Münzstadt ist ein inklusionsgerechter Umbau im Hauptgebäude der Grundschule, in der Sporthalle sowie auf dem Außengelände daher nicht möglich. Aufgrund des Denkmalschutzes, des Zuschnitts der Gebäude sowie der Topographie des Geländes sei eine Barrierefreiheit daher nicht zu schaffen.

Ohnehin könne ein Umbau nur erfolgen, wenn für die entstehenden Kosten eine 100-prozentige Kostenübernahme des Landes vorliegen würde. Doch leider: Fehlanzeige.