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Tourismus Kreuzfahrer auf Kurs Nordwest

Von mica | 17.02.2014, 23:18 Uhr

In der neuen Saison laufen 15 Schiffe die Kreisstadt an. Akteure der Tourismusbranche wollen Gäste ins Binnenland locken

Akteure der Tourismusbranche starten einen neuen Anlauf, um Urlauber in das sogenannte Hinterland von Nordwestmecklenburg zu locken. Dabei wollen sie auch Teilnehmer von Kreuzfahrten als Tagesausflügler gewinnen. „Wenn die Urlauberschiffe nach Wismar kommen, wollen wir ihnen künftig Bustouren nach Gadebusch anbieten“, sagt Frank Rohmann vom Kulturhistorischen Verein von 1712. Nach seinen Angaben sollen die Gäste die Gadebuscher Museumsanlage, die Kirche, das Areal der „Schwedenschlacht“ sowie das historische Bahnhofsgebäude besichtigen können. „Wir überlegen auch, ob wir das Grenzhus in Schlagsdorf, die Klosteranlage in Rehna oder das Piraten-Open-Air-Theater Grevesmühlen mit ins Boot holen“, so Rohmann weiter.

Damit Kreuzfahrer vom Bord ihres Schiffes in die Region Gadebusch-Rehna gelangen können, setzt Rohmann auf eine Kooperation mit dem Gruppen-Reiseveranstalter Geo-Consult aus Güstrow. Das Unternehmen wird von Peter Voss geleitet und hat sich auf die Programmerstellung und Reiseleitung mit Stadtführungen in Mecklenburg-Vorpommern spezialisiert.

„Wir müssen sehen, dass wir ein auf Touristen zugeschnittenes Programm für die kommenden Jahr haben. Unser Problem ist, dass noch immer zu wenig Leute Gadebusch kennen. Wir müssen also unsere Kultur und unsere Sehenswürdigkeit gut verpackt vermarkten“, macht Frank Rohmann vom Kulturhistorischen Verein von 1712 klar.

Dass es in Nordwestmecklenburg gilt, alte Strukturen aufzubrechen, davon ist Anett Bierholz vom Verband Mecklenburgischer Ostseebäder überzeugt. Denn derzeit würden nur die wenigsten Kreuzfahrer in Wismar aus dem Ausland über Sehenswürdigkeiten in Nordwestmecklenburg informiert. „Unser Ansinnen ist es, den Urlaubern Infomaterial in englischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache in die Hand geben zu können. Sie sollen beispielsweise wissen, dass sie in einer Unesco-Welterbestadt sind und welche Geschichte dahinter steckt“, so Bierholz. Das Infomaterial soll den Gästen künftig im Cruise-Center oder der Stadtinformation angeboten werden.

In diesem Jahr wollen bislang 15 Kreuzfahrtschiffe Kurs auf die Hansestadt Wismar nehmen. So läuft am 11. Mai zum ersten Mal die „Empress“, ein 208 Meter langer und 30 Meter breiter Kreuzfahrer, die Hansestadt an. Das Schiff bietet Platz für mehr als 1800 Gäste und wurde 1990 auf der Papenburger Meyer Werft gebaut. Weitere Schiffe mit Ziel Wismar sind u.a. die „Europa“, die „Europa 2“, sowie die „Azamara Journey“ und die „Saga Pearl 2“. Als letztes Schiff in diesem Jahr wird am 10. Oktober die „Marco Polo“ erwartet.