Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Hochschule Wismar K.o.-Tropfen in Drinks: Weihnachtsfeier geplatzt

Von Holger Glaner | 15.12.2017, 13:44 Uhr

Bei einer Asta-Weihnachtsfeier an der Hochschule Wismar sind in der Nacht zu Freitag mehrere Menschen vermutlich durch k.o.-Tropfen verletzt worden. Die Veranstaltung mit circa 550 Teilnehmern wurde am frühen Morgen abgebrochen.

Vorzeitiges Ende einer langen Party-Nacht: Weil in der Nacht zum Freitag mindestens zehn Gäste einer Studenten-Weihnachtsfeier an der Hochschule Wismar ungewollt vermeintlich unter der Beeinflussung von K.o.-Tropfen standen und mit Rettungswagen ins Sana-Hanse-Klinikum Wismar gebracht werden mussten, wurde die Veranstaltung mit circa 550 Teilnehmern nach Mitternacht abgebrochen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Unter dem Motto „AStAusklang 2017 meets Haus 7 - Project X-MAS“ hatte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Hochschule zur traditionellen Party-Nacht zum Ende eines Jahres eingeladen. „Als ich gegen 23 Uhr an der Hochschule ankam, wunderte ich mich über einen Rettungswagen. Kurz darauf wurde die Party unterbrochen und über Lautsprecher vor K.O.-Tropfen gewarnt, die offensichtlich im Umlauf waren“, erzählt Georg Hundt, der die Veranstaltung im Auftrag der Studentenvertretung als Fotograf im Bild festhalten wollte. Danach wäre die Musik wieder an- und  die Stimmung noch einmal hoch gegangen. Zu diesem Zeitpunkt wurden die ersten Geschädigten bereits medizinisch betreut. „Als zwei weitere Gäste zusammenbrachen, haben wir uns dann gegen 0.30 Uhr entschlossen, die Haus 7 Party zu beenden“, teilen die Veranstalter auf ihrer Facebook-Seite im Internet mit.

Ein Geschädigter  gab noch vor Ort an, von einer ihm nicht bekannten männlichen Person zu einem Glas Cola eingeladen worden zu sein. Kurz nach dem Verzehr der Cola sei dem 21-Jährigen schwindelig geworden und er musste sich übergeben. Im Verlauf der Befragungen durch die Polizeibeamten wurden dann zwei weitere junge Frauen festgestellt, die offensichtlich unter dem Einfluss verabreichter K.O.-Tropfen standen.

Eine Woche lang hatten Mitglieder des Studierendenausschusses und der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar  an der Ausstattung des Partyraums gearbeitet, doch bereits nach wenigen Stunden war der  Aufwand umsonst, die Party vorzeitig beendet. „Trotz vieler Sicherheitsvorkehrungen konnte dieser Vorfall leider nicht verhindert werden“, heißt es auf Facebook weiter. Die Studentenvertretung hoffe aber, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. „Natürlich waren viele Gäste enttäuscht, dass die Feier abgebrochen wurde. Aber ich denke, der AStA hat gut reagiert“, sagt Georg Hundt.

Ob es sich tatsächlich um K.O.-Tropfen handelt, die zu den Ausfallerscheinungen bei den Betroffenen führten.