Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Röggeliner See Klocksdorfer starten Steg-Erneuerung

Von mica | 25.02.2014, 00:00 Uhr

Die 60 Meter lange Anlage soll Stück für Stück an Land gezogen, kontrolliert und repariert werden / Freiwillige Helfer werden gesucht

Versunken im Röggeliner See – nur Taucher können derzeit unter Wasser sehen, was normalerweise ein Garant für Badespaß ist: der Sprungturm am Ende des Klocksdorfer Stegs. Statt Stufen und Holz sind davon nur Ketten aus Metall und zwei riesige Pontons zu sehen. Denn der Drei-Meter-Turm war umgekippt und ins Wasser gestürzt. Verletzt wurde niemand.

Damit der Badespaß in diesem Sommer wieder zurückkehren kann, wollen Klocksdorfer und weitere Einwohner der Gemeinde Carlow den Steg erneuern. Stück für Stück wollen sie in den nächsten Wochen die Teile an Land ziehen, kontrollieren, reparieren, konservieren. „Der ganze Steg kommt raus, er ist rund 60 Meter lang. Dann müssen alle Bohlen runter und erneuert werden“, sagt Doreen Thorandt von der zuständigen Arbeitsgruppe. Nach ihren Angaben soll es zudem Schweißerarbeiten geben, damit in die Pontons kein Wasser eindringen kann.

Klocksdorfer sprechen von einer Mammutaufgabe. „Wir benötigen ganz viele Leute hier aus dem Ort und aus Carlow, die Lust haben uns hier zu helfen“, so Doreen Thorandt. Denn die Pontons müssten auch abgeschliffen und neu versiegelt werden. Immer wenn ein Ponton fertig sei, werde er zurück in das Wasser geschoben. Neben der personellen Hilfe wird in Klocksdorf auch eine finanzielle Unterstützung benötigt. „Wir haben zwar 5000 Euro von der Gemeinde zur Verfügung. Aber das ist fast ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn allein für den neuen Steg-Belag werden rund 70 Euro pro Quadratmeter benötigt. Wir reden hier insgesamt von einer Fläche mit einer Größe von 120 Quadratmetern“, verdeutlicht Doreen Thorandt.

Die Erneuerung des Stegs ist nicht das einzige Ziel, das sich Klocksdorfer steckten. Auch der Uferbereich der Badestelle soll nach Absprache mit dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee verbreitert werden. Ein erster Schilfschnitt ist erfolgt. Bis fast zum Bauchnabel stand dafür der 75-jährige Erwin Blaffert mit einer Wathose im Wasser und senste einen Teil des Schilfs ab. Auch Dieter Heinke und Eckhard Scherwinski halfen und packten mit an. „Wir machen das hauptsächlich für die Kinder des Ortes und der Gemeinde“, macht Eckhard Scherwinski klar.

Den Klocksdorfer Badesteg gibt es seit etwa 35 Jahren. Schon als Kinder haben zahlreiche Einwohner der Gemeinde Klocksdorf ihn genutzt und sprangen von dort aus in den Röggeliner See. Wenn der Steg erneuert ist, soll dies mit einem extra Fest gefeiert werden. Angedacht ist zudem, eine Erinnerungstafel mit den Namen der Unterstützer des Steg-Projekts 2014 anfertigen zu lassen.