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Fasching Jecke Zeit für Jung und Alt

Von vobo | 27.02.2014, 00:15 Uhr

Seniorenhaus in Klein Welzin und Kindertagesstätte in Rehna feiern Karneval

Spiderman ist in der Kindertagesstätte Rehna zu Besuch und mit ihm viele kleine Prinzessinnen, Ritter, Feuerwehrmänner und Mickey Mäuse. Sie basteln, tanzen, hüpfen, rutschen und spielen Brezel-Schnappen – sie feiern Karneval. In den Fluren der Kita sind Hüpfspiele aufgebaut: Piraten, Pippis und Cowboys hüpfen von Station zu Station. Leonie und Leo haben sich bei der Rutsche angestellt – ein sehr beliebtes Spielgerät. Leonie hat sich als kleine Biene verkleidet. „Mama hat das Kostüm ausgesucht“, verrät die Dreijährige und lacht. „Und ich bin ein lieber Ritter“, sagt Leo. Rutschen findet der ebenfalls Dreijährige super, deshalb stellt er sich immer wieder zusammen mit Leonie an.

„180 Kinder feiern hier heute Karneval“, sagt die stellvertretende Leiterin der Kita, Katrin Lange. Sie selbst hat sich als Gärtner verkleidet. „Heute morgen um 8.30 Uhr haben wir angefangen zu feiern, zuerst gab es Frühstück und jetzt können die Kinder stolz ihre Kostüme zeigen, spielen und einfach rumlaufen.“ In jedem Raum gibt es andere Dinge zu entdecken: An einer Wand aus Pappe ist ein langer, roter Faden angebracht und an diesem baumeln kleine Brezeln. Hier ist Geschicklichkeit gefragt: Ohne die Brezeln mit den Händen festzuhalten, müssen sie aus der Luft geschnappt werden. „Wir haben Bewegungsecken aufgebaut, machen Luftballontanz mit den Kindern. Und sie können sich Karnevalsmasken basteln“, erzählt Lange. Drei kleine Prinzessinnen kommen um die Ecke gerannt und zeigen Katrin Lange ihre Masken: „Guck mal, Katrin“. Pink und Blau mit Glitzer sind die selbstgebastelten Prachtexemplare. Dann düsen die drei Mädchen kichernd wieder in Richtung Bewegungsecke. Noch bis zum Mittag wird in der Kita kräftig gefeiert. Dann erholen sich die Zwerge bei einem gemütlichen Mittagsschlaf von der Aufregung.

Auch im Awo Seniorenhaus in Klein Welzin herrscht gute Stimmung. Bunte Luftschlangen hängen von der Decke des Speisesaals und die Senioren haben sich in Schale geschmissen. Einige bevölkern nach dem Kaffee sogar die Tanzfläche. Doch selbst diejenigen, die dies nicht mehr können, sind frohen Mutes. „Wir sind eben ein eher gesetztes Alter. Aber man darf den Mut und die gute Laune nicht verlieren“, erzählt Ingrid Grundwald. Die 84-Jährige kann selbst nicht mehr mittanzen. Doch mitschunkeln und mitsingen sind allemal möglich. „Man macht halt was man kann.“

Nancy Wienberg freut sich über die ausgelassene Stimmung unter den 27 Patienten. „Es macht ihnen sichtlich Spaß. Immerhin sind die meisten unserer Senioren heute mit dabei“, so die Ergotherapeutin. Bereits seit Jahren sei der Senioren-Fasching eine fest eingeplante Veranstaltung im Jahr. Und mit gut dreieinhalb Stunden Dauer sogar noch eine der längeren. „Viele unserer Senioren leiden an Demenz oder Parkinson. Da ist länger nicht möglich“, erzählt Wienberg. Doch selbst unter diesen schwierigen Voraussetzungen freuen sie sich über einen gelungenen Karneval und einen sonnigen Tag. Und sobald dann die Flippers ertönen, stimmen die 61- bis 95-Jährigen laut in den Text mit ein.