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Hochschule Wismar Hilfe für Studienabbrecher

Von Redaktion svz.de | 16.03.2018, 21:00 Uhr

Ein Leitfaden soll den betreffenden Noch-Studierenden an der Hochschule Wismar zu mehr Orientierung verhelfen.

Leistungsprobleme, finanzielle Sorgen, mangelnde Studienmotivation, Prüfungsversagen oder familiäre Probleme: Gründe für einen vorzeitigen Studienabbruch können sehr vielfältig sein. Doch wie geht es nach einem abgebrochenen Studium für die Betroffenen weiter? Der Akademische Service für Karrierefragen (ASK) des Robert-Schmidt-Instituts an der Hochschule Wismar hat sein Programm zur Betreuung von Studienabbrechern mit einem Leitfaden vervollständigt, der den betreffenden Noch-Studierenden bei ihrem Vorhaben zu mehr Orientierung verhelfen soll.

Bereits seit dem Jahr 2015 bietet der ASK das Programm „ask for change“ an. Für Studierende, bei denen Zweifel an ihrer Studienentscheidung aufgekommen sind oder ein anderweitig bedingter Studienabbruch bevorsteht, können auf diesem Wege Perspektiven und Anschlussoptionen geschaffen werden. So ließ sich während der vergangenen drei Jahre in über 100 Bedarfsfällen für mehr als ein Drittel der ehemaligen Wismarer Studierenden der Richtungswechsel erfolgreich umsetzen.

Mit dem Programm „ask for change“ werden die Studienabbrecher auf ihrem Weg aus der Hochschule durch den Akademischen Service für Karrierefragen individuell begleitet. Um diesen für die Betroffenen belastenden Prozess noch unkomplizierter zu gestalten, soll der Leitfaden den angehenden Studienabbrecher über die relevanten Schritte aufklären. So enthält die Broschüre die Nennung von Adressen auf dem Campus, bei denen es sich abzumelden gilt, Ratschläge für die innerfamiliäre Thematisierung des Abbruchsvorhabens, Empfehlungen für die Korrespondenz mit Behörden und Recherchehinweise zu Möglichkeiten der weiteren beruflichen Qualifizierung.

Die Projektkoordinatorin des ASK, Judith Reichelt, fasst das Anliegen des Programms zusammen: „Uns geht es um die Studierenden, denn alle sollten ihre Hochschule – auch bei einem Studienabbruch – mit einem guten Gefühl verlassen können.“

Wie sehr dieses Beispiel Schule macht, zeigt die Ausweitung von „ask for change“, denn seit dem 1. Januar sind die Universität Rostock und der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin als Verbundpartner in das Projekt eingestiegen. Dem Bedarf von Wismarer und nunmehr auch Rostocker Noch-Studierenden an einer persönlichen Kurskorrektur wird durch die zusätzlichen Vermittlungsmöglichkeiten des Unternehmerverbandes adäquat entsprochen.

Nichtsdestotrotz besteht das Hauptinteresse der Hochschule Wismar darin, ihre Studierenden zu einer akademischen Qualifikation zu führen. Wer diesen Weg jedoch nicht zu Ende gehen kann, hat dafür jetzt die Möglichkeit das Lehrbuch gegen die Broschüre „Richtungswechsel?! – Ein Wegweiser bei Studienzweifel und Studienabbruch“ zu tauschen.

hgl/japu