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Schüleraustausch in Rehna Großer Empfang

Von vobo | 16.12.2016, 04:19 Uhr

Austauschprogramm mit Schulen aus Polen und der Ukraine in 2017 / Unterkünfte für Gastschüler gesucht

Echte Vorfreude, die lässt sich nicht verbergen. Schon gar nicht, wenn Besuch von Freunden und ein Austausch mit Jugendlichen aus Polen und der Ukraine ins Haus steht. Für Anna-Lena Ziemann aus der 8. Klasse und mit ihr Michelle-Sarah Lobitz und Jasmin Reinhold aus der Klassenstufe 9 der Regionalschule in Rehna lautet die Devise: „Neue Leute kennenlernen“. Sie sind schlichtweg neugierig darauf, was Jugendliche in ihrem Alter in der Ukraine und Polen so auf die Beine stellen, wie sie leben, ihre Freizeit gestalten.

Im Mai kommenden Jahres wird die Schule Gastgeber des 10. Austausches sein, der 2005 ins Leben gerufen wurde. Sprachprobleme? „Nein, vielmehr die Englischkenntnisse vertiefen“, sagt Anna-Lena Ziemann. Darüber hinaus würden die Jugendlichen in Czarnkow auch Deutsch in der Schule lernen.

Eine Woche waren einige Schüler bereits in 2015 zu Gast in Czarnkow. Die Erlebnisse waren durchweg positiv. „Es war interessant zu sehen, wie die Menschen dort leben – Essen und Tradition“, sagt Michelle-Sarah Lobitz. Ab und an gebe es noch einen Austausch per Mail, fügt Anna-Lena Ziemann hinzu. Außer ein paar kulinarischen Herausforderungen gab es nicht wirklich Unterschiede. Fest steht: Jugendliche in Europa haben ähnliche Interessen und sie „ticken“ irgendwie ähnlich.

Das Kennenlernen und die möglichen Gemeinsamkeiten möchte die Schule Rehna weiter fördern. „Sieben Lehrerkollegen sind an der Organisation beteiligt. Aktuell sind wir mit den Eltern im Gespräch, wie wir die Gäste bestmöglich unterbringen können“, sagt Lehrerin Petra Becker. 20 Gäste – jeweils zehn aus der Ukraine und Polen – sollen möglichst einen Familienanschluss erhalten. Ein derartiger Austausch sei ein wesentlicher Punkt bei den Treffen. Was den Rehnaern noch fehlt, seien ausreichend Angebote zur Unterbringung. Ein Grund: Wenn die Jugendlichen vom 15. bis. 19. Mai Rehna und den Nordwestkreis besuchen, befinden sich die Schüler der 8. Klassen und mit ihnen ihre Familien in den Jugendweihevorbereitungen. „Wir appellieren jetzt an weitere Eltern, dass sie sich auf den spannenden Austausch einlassen und das Austauschprogramm unterstützen“, sagt Becker. Eingeschlossen darin ist ein Gegenbesuch der Kinder im darauf folgenden Jahr in Polen. Teile des Austauschprogrammes sind die gemeinsamen Unternehmungen und inhaltliche Arbeiten darüber, wie sich die Jugendlichen ihr Europa in 20 Jahren vorstellen. Grillfeste, Freizeitgestaltung und Aktionen sind weitere Programmteile. „Uns scheint wichtig, mit großer Unterstützung das zehnte Treffen durchzuführen. Wir sind davon überzeugt, dass wir den Kontakt zu den Partnerschulen nicht einschlafen lassen.“