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Kita-Essen in Bio-Qualität Gesundes Essen aus der Waldkita

Von HGL | 16.04.2018, 21:00 Uhr

Dank einer neuen Gastro-Küche können sich Kinder in Klein Hundorf auf Mahlzeiten in Bio-Qualität freuen

Bio ist nicht erst seit heute in aller Munde. Obst, Gemüse, Fleisch, ja sogar Bier und Gummibärchen gibt es im Handel schon lange in Bio-Qualität. Und auch beim Kochen am heimischen Herd wird gern mal auf Zutaten aus ökologischem Anbau zurückgegriffen. In Kindertagesstätten ist dies allerdings eher die Ausnahme. So auch in der Waldkita Klein Hundorf. Doch schon in wenigen Tagen soll damit Schluss sein. Ab Mai steht Bio-Essen auf dem Speiseplan.

Möglich macht dies eine schicke neue Küche. „Das Amt für Lebensmittelhygiene war da und hat grünes Licht für die Abnahme unserer neuen Gastro-Küche gegeben. Jetzt kann es mit dem Bekochen des Waldkindergartens losgehen“, freut sich Nicole Herrenkind vom Lernort Klein Hundorf e.V. als Träger der Waldkita.

Zwölf Kinder besuchen derzeit die Waldkita, doch mit der Qualität des Mittagessens waren Kinder oder Eltern immer häufiger unzufrieden. Bislang wäre es nicht möglich gewesen, Bio-Essen von externen Anbietern zu bekommen. Die wenigen Angebote, die es gab, wären zu weit weg gewesen und hätten allein durch den Transportpreis den eigentlichen Essenspreis beinahe verdoppelt. Nicole Herrenkind: „So mussten wir den Kindern täglich Massentierhaltungsfleisch im Aluschälchen anbieten.“ Und das passe so gar nicht zu dem ökologischen Ansatz, der in Klein Hundorf gelebt werde.

Die Lösung: selber kochen. Doch so einfach ist das nicht. Zuerst einmal benötigt man dafür das nötige Kleingeld und dann ist da ja auch noch das Amt für Lebensmittelhygiene. Doch dank 60 000 Euro an Fördermitteln aus dem Leader-Topf zur Förderung des ländlichen Raums konnte die 80 000 Euro teure Gastro-Küche beschafft und nach deren Fertigstellung das Amt zufriedengestellt werden. Und so dürfen sich die Waldkita-Kinder demnächst auf Selbstgekochtes aus der Bio-Küche freuen.

Natürlich gibt es wie so oft auch hier eine Kehrseite der Medaille. Denn der jetzige Essenspreis von durchschnittlich 2,70 Euro pro Mahlzeit kann künftig nicht mehr gehalten werden. 3,50 werden für die gesunde Kost fällig. Nicole Herrenkind: „Verdienen können wir daran aber auch noch nichts. Doch wir machen das nicht, um Geld zu verdienen, sondern aus Überzeugung.“