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Von Berlin nach Gadebusch Er war Schwiegermuttis Liebling

Von mica | 20.06.2017, 21:00 Uhr

Einstigen Fernsehheld Christian Langbecker zieht es aus Berlin nach Gadebusch

Vor knapp sechs Jahren durfte sich der Berliner Christian Langbecker zwischen Joan und Almut in der RTL-Sendung „Schwiegertochter gesucht“ entscheiden. Ein Jahr lang war der Berliner Leierkastenspieler anschließend mit der Kenianerin Joan zusammen. Heute ist der 33-Jährige wieder alleine. Doch der Weg hat ihn und seine Familie mittlerweile in die Gartenanlage an die Gadebuscher Ellerbäk verschlagen.

„Ich mag die Ostsee und wollte eigentlich nach Rostock. Dort kommt mein Vater her. Doch am Ende habe ich hier einen Garten gefunden, in dem ich mich wohlfühle“, erklärte der Berliner. Der Weg dahin war nicht schwer. Auf einem Kleinanzeigenportal schaute sich der sympathische Berliner nach Gärten in der Hansestadt um, wurde aber nicht fündig. „Dort musste man immer irgendetwas anbauen. Aber da ich nur alle paar Wochen mal hier bin, kam das für mich nicht in Frage“, erklärte der frühere Fernsehheld. Deshalb schaute er auch nach entfernter gelegenen Gärten und wurde schließlich in Gadebusch fündig. „Es gab mehrere Bewerber, aber die Vorbesitzer haben sich für mich entschieden. Darüber bin ich sehr froh“, sagte er.

Zur Belohnung gab es zwei Wochen nach der Übergabe nun auch gleich ein Wegefest mit der Gartengemeinschaft. Christian Langbecker nutzte die Gelegenheit, um sein größtes Hobby zu zeigen und spielte auf einem Leierkasten, der ihn in Berlin schon zu einer echten Ikone gemacht hat. „Als ich vor zehn Jahren damit anfing, war ich der jüngste Leierkastenspieler Deutschlands“, erklärte der Hauptstädter. Diese Leidenschaft habe ihn nie losgelassen und jetzt spiele er häufig auf Hochzeiten und anderen Veranstaltungen, berichtete Langbecker, der sich noch gut an die Jahre 2010 und 2011 sowie seine Fernsehauftritte erinnerte.

Damals habe er seine Mutter gebeten, sich zu bewerben, immerhin suche er eine Frau. Mutter Marlies tat das und der damals 23-Jährige wurde ausgewählt. In einem kurzen Interview stellte er sich den Menschen im Fernsehen vor, anschließend suchte der Privatsender zwei Bewerberinnen für ihn aus. „Eine Woche lang filmte der Sender in meiner Drei-Zimmer-Wohnung in Berlin-Hellersdorf“, berichtete der Leierkastenspieler. Danach musste er sich entscheiden und tat das für Joan. „Es war eine Fernbeziehung, deshalb hielt es nicht lange“, sagte der lebensfrohe und immer lächelnde junge Mann. Er habe dann privaten Schauspielunterricht genommen und versuche jetzt die eine oder andere kleine Rolle zu ergattern. Schon vor dem Dreh schrieb er Beiträge für die Pro7-Sendung „Sam“. „Ich möchte gerne als Schauspieler arbeiten und auch gerne im Theater auftreten. Das wäre ein Traum“, sagte der 33-Jährige, der nun des Öfteren in der Gartenanlage an der Ellerbäk die Blumen gießen wird.