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Marienkirche Groß Salitz wieder geöffnet Ein Geschenk zur Weihnachtszeit

Von PETT | 19.12.2017, 05:00 Uhr

Die seit Karfreitag wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossene Marienkirche Groß Salitz kann nun wieder genutzt werden

Halleluja – die Marienkirche von Groß Salitz ist wieder offen und nutzbar. Wenngleich die Bänke beim Dank-Gottesdienst mit Pastor Dr. Hartwig Kiesow noch nicht genutzt werden können. „Die wurden mit einem Mittel gegen den Holzwurmbefall behandelt. Und weil das wohl noch nicht richtig trocken war, trocknet jetzt wohl der Farbanstrich oben drüber nicht richtig“, erklärt Sabine Dallmeier-Peschke, Vorsitzende des Fördervereins Marienkirche und Mitglied im Kirchenrat.

Das tut der Wiedereinweihung keinen Abbruch. „Dank allen, die daran mitgewirkt und dafür gesorgt haben, dass diese Kirche in neuem Glanz erstrahlt“, so Pastor Kiesow. Seinen letzten Gottesdienst hatte er am Karfreitag hier gehalten. Nun können Kiesow und die Gläubigen der verbundenen Kirchengemeinde Gadebusch-Roggendorf-Groß Salitz das Gotteshaus zum zweiten großen Fest der Christen im Kalenderjahr wieder nutzen.

Eine Summe von insgesamt 275 000 Euro ist zwischen Ostern und Weihnachten investiert worden. „Das Geld stammt hauptsächlich aus Leader-Mitteln der Europäischen Union für die Entwicklung im ländlichen Raum. Aber auch von der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Kirchenkreisverwaltung, der Gemeinde Krembz sowie vielen Einzelspendern wie Gudrun Kurz“, berichtet Sabine Dallmeier-Peschke, die mit den Mitgliedern des Fördervereins ganz erheblich zum Gelingen des Vorhabens beigetragen hat.

Die Mittel flossen in die Innensanierung der Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Neben der komplett neuen Ausmalung unter Erhalt und Schutz der alten Malereien (die SVZ berichtete) betraf das u. a. die Gewölbe, Putz- und Maurerarbeiten, Holzschutzmaßnahmen, den Austausch von Fußböden, die Neuverdielung, die Reparatur der Kirchenbänke, das Streichen von Emporen und Bänken sowie bauliche Veränderungen wie das Entfernen einer Emporentreppe. „Hervorzuheben ist die Errichtung eines Freisitzes. Mit ihm tragen wir in ganz besonderer Weise unserem neuen Konzept für die Marienkirche Rechnung“, so Dallmeier-Peschke. Das große Projekt heißt „FahrradKulTourKirche“ als Rast- und Einkehrort für Radtouristen. Erst diese Idee habe das alles möglich gemacht. „Besonders engagiert für dieses Projekt hat sich der Ehrenvorsitzende des Fördervereins Marienkirche, Dr. Carl Graf Hardenberg“, sagt die Vorsitzende und hofft, dass St. Marien so gut angenommen wird.