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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. Dezember 2017 | 19:55 Uhr

elektromobilität : Zwölf Autos fahren mit Strom

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Elektroautos in Nordwestmecklenburg kaum zu finden. Skandinavier nutzen Elektrotankstellen auf der Durchreise

von
erstellt am 07.Jul.2015 | 23:54 Uhr

Aus Schweden, Norwegen, Rostock und Hamburg nehmen nicht wenige Besucher Kurs auf Gadebusch. „15 Anreisen erfolgten mit einem Elektromobil“, sagt Klaus Leuchtemann. Gemeinsam mit seiner Frau Oksana betreibt er den Christinenhof und die bislang einzige Elektrotankstelle in der Region.

Mit dem angekündigten Vorhaben zum Ausbau des Netzwerkes zwischen Rehna und Boizenburg (wir berichteten), kann er sich anfreunden. „Allein schon aus touristischer Sicht“, sagt er. Allerdings dürfte bei 25  000 E-Fahrzeugen bundesweit niemand ein sofortiges Wunder erwarten. Zumindest dort, wo sich die Kommunen mit einer Kofinanzierung beteiligen, wäre zudem eine Refinanzierung der öffentlichen Mittel sinnvoll.

Mehr Bewegung auf dem E-Automarkt könne es seiner Meinung nach durch eine, wie in Skandinavien, gezielte Förderung geben. Leuchtemann: „Steuerfreiheit bei Anschaffung und Steuervergünstigungen in der Fahrzeugunterhaltung.“ Für ihn sei dies ein Schlüssel zum Ausbau der E-Flotte. Auf Anfrage der SVZ informiert das Kraftfahrzeugbundesamt über die aktuellen Zulassungszahlen: „In Nordwestmecklenburg sind 84 791 Kraftfahrzeuge zugelassen, zwölf davon sind Fahrzeuge mit einem Elektromotor.“

Heiner Wilms, Geschäftsführer der Stadtwerke Grevesmühlen gibt sich in der Region als Förderer der Elektromobilität: „Wir betreiben an der Malzfabrik und bei den Stadtwerken zwei Tankstellen. Letzterer verfügt über mehrere Schnellladestationen am Grünen Weg.“ Der Name des Weges muss für Wilms Programm sein: „Grüner Strom ist Pflicht, ansonsten ist bei Verwendung von Atomstrom ein Elektroauto die größte Umweltdreckschleuder, die es gibt.“ Grünen Strom produzieren die Stadtwerke u. a. auf den Dachflächen der Tankstelle. Die Ladezeiten belaufen sich je nach Wagentyp auf 30 Minuten bis zu vier Stunden. „Steigt die Nachfrage, werden wir investieren.“ Ein schnelleres Betanken werde möglich.

Bislang finden reisende aus Skandinavien über das Internet nach Grevesmühlen – zwei bis drei Fahrzeuge die Woche, die den Strom noch kostenlos erhalten. Der regionale Stromanbieter Wemag möchte sein Engagement weiter ausbauen, das Projekt Ladestationen mit den Ämtern angehen. Laut Wemag ist an einer leistungsfähigen Ladestation ein Akku nach 20 Minuten zu 80 Prozent geladen.  

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