Neuer Radweg ab Gadebusch : Zwei Wege führen nach Wakenstädt

Die Brücke über die Ellerbäk ist ein Knackpunkt in der Diskussion über den Radweg.
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Die Brücke über die Ellerbäk ist ein Knackpunkt in der Diskussion über den Radweg.

Bauausschuss Gadebusch diskutiert darüber, auf welcher Streckenvariante ein Radweg in den Ortsteil verlaufen soll.

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27. Januar 2018, 05:00 Uhr

Für die Wakenstädter könnte ein lang gehegter Traum in Erfüllung gehen: ein Radweg nach Gadebusch. Doch welcher Weg nach Wakenstädt führen soll, darüber ist im Bauausschuss Gadebusch eine Diskussion entbrannt.

Zwei Varianten liegen auf dem Tisch. Zum einen könnte an der Feuerwehr entlang über die Ellerbäk neben der Straße ein Radweg entstehen. Zum anderen könnte Gadebusch den Landweg von Wakenstädt nach Neubauhof für Radfahrer ausbauen und dann an den bereits bestehenden Radweg neben der Landesstraße 041 anschließen.

Die beiden Varianten unterscheiden sich kostenmäßig deutlich voneinander. Nach einer vorsichtigen ersten Schätzung, laut Holger Saupe vom Bauamt der Stadt, koste der Ausbau des Landwegs rund 510 000 Euro. Der Weg über die Ellerbäk hingegen 705 000 Euro. „Die Stadt müsste dafür aufwendigen Grunderwerb tätigen“, sagt Saupe. Links und rechts der Straße liegen Felder, mit den Besitzern müsste Gadebusch erst einmal über den Ankauf von Land verhandeln. Das treibt nicht nur die Kosten hoch, sondern dauert auch länger.

Der Landweg von Wakenstädt nach Neu Bauhof hingegen gehört der Stadt bereits und muss sowieso von ihr unterhalten werden.

Ein Manko aber hat diese Lösung: Der Weg ist länger, gab Hans-Christoph Struck zu bedenken. Die Frage sei, ob Schüler, die morgens in Eile sind, damit sie pünktlich zum Unterricht in ihren Klassenzimmern sitzen, diesen Umweg in Kauf nehmen. Frank Speck warf noch ein anderes Argument in die Diskussion. Die Brücke über die Ellerbäk sei zu schmal, um von Autofahrern und Radfahrern gleichermaßen genutzt werden zu können. Würde diese Strecke ausgebaut werden sollen, müsste auch eine Lösung für die Brücke her. Die ist in der aktuellen Kostenschätzung aber nicht vorgesehen. Einzige Möglichkeit also: Die Brücke wird verengt, so dass sie immer nur aus einer Richtung passiert werden kann. Für Rainer Baack kein Grund, diese Variante nicht zu favorisieren. „Ich befürchte, dass der ausgebaute Landweg als Rennpiste von Autos genutzt werden könnte.“ Die Stadt Gadebusch lotet zurzeit die Möglichkeiten aus, Fördermittel für das Projekt einzuwerben. Im Haushalt für 2018 ist das Projekt Radweg aber geplant.

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