Filmabend in Wismar : Zwei Tage, eine Nacht

Rosa-Luxemburg-Stiftung und Filmbüro laden zum Filmeabend

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07. Mai 2019, 05:00 Uhr

Wismar | Im Zentrum des nächsten sehenswerten Werks der Filmreihe „Rosa-Looks“ steht eine Frage: Wie würden wir handeln, wenn der Kollegin oder dem Kollegen die Arbeitslosigkeit drohte und wir das mit Lohn- oder Gehaltsverzicht verhindern könnten? „Zwei Tage, eine Nacht“ greift dieses Thema auf und treibt es auf die Spitze. Obwohl der Film von 2014 ist, hat das Drehbuch von Michael Schlimgen nichts an Aktualität verloren. Einerseits sind „was-wäre-wenn“-Gedankengänge beim Zuschauer angesprochen und andererseits werden rücksichtslose Grundzüge der Arbeitswelt erkennbar.

Die Schauspielerin Marion Cotillard überzeugt in ihrer Rolle als Sandra, einer jungen Frau, die sich gegen ihren Jobverlust wehrt. In einer Abstimmung mit der Belegschaft wurde vom Unternehmen beschlossen, den Mitarbeitern eine Prämie zu zahlen, im Gegenzug dafür müsse aber der Kollegin gekündigt werden. Mit dieser Vorgabe beginnt Sandras Kampf um ihren Arbeitsplatz. Ihre Kollegen stehen in einem kaum lösbaren Widerspruch: Einerseits die Verlockung, das eigene Leben mit einer Prämie ein wenig entspannter gestalten zu können und andererseits die Anteilnahme am Schicksal der Kollegin, die alleinerziehende Mutter ist. Sie könnten mit ihrem Verzicht auf das Zusatzgeld Sandras Job erhalten.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt gemeinsam mit dem Filmbüro, Bürgermeister-Haupt-Straße 51 am 14. Mai um 19 Uhr zu diesem Filmabend ein. Die Veranstaltung ist kostenlos.

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