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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. November 2017 | 09:06 Uhr

Zwei Milchlaster bei Glätte verunglückt

vom

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2013 | 08:15 Uhr

Raddingsdorf/GroSS Molzahn | Heftiges Schneetreiben und Temperaturen um den Gefrierpunkt haben gestern für ein Verkehrschaos im Westen des Landkreises Nordwestmecklenburg gesorgt. Besonders betroffen war die Landesstraße zwischen Schönberg und Groß Molzahn. Dort verunglückten zwei Lastwagen, die tausende Liter Rohmilch und Bio-Milch geladen hatten.

Der Fahrer des Rohmilch-Tankers war etwa 150 Meter vor der Raddingsdorfer Kreuzung nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. "Aufgrund der winterglatten Straßen war das Fahrzeug nicht mehr zu halten und fuhr die Böschung hinab. Dabei wurde der Fahrer leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht", sagte Peter Kalugin vom Polizeirevier Gadebusch. Tausende Liter Rohmilch strömten aus den Tanks.

Ungefähr zur selben Zeit ereignete sich nur wenige hundert Meter von der Raddingsdorfer Kreuzung entfernt ein weiterer Unfall mit einem Lkw. "Auch dieser 40-Tonner war in Richtung Schönberg unterwegs, als er von der Straße abkam und frontal gegen einen Baum fuhr. Der Fahrer blieb unverletzt. Am Lkw, der mit ca. 30 Tonnen Milch in Tetrapaks beladen war, entstand hingegen hoher Sachschaden", teilte die Polizei mit. Ersten Erkenntnissen zufolge dürften in beiden Fällen die winterlichen Straßenverhältnisse und unangepasste Geschwindigkeit die Ursachen für diese Verkehrsunfälle gewesen sein, so die Polizei. Nach dem Unfall musste die Landesstraße in Richtung Ratzeburg zwischen der Raddingsdorfer Kreuzung und der Kreuzung Rieps für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Nicht gesperrt, aber auch nicht passierbar war für mehrere Lkw das Dorf Groß Molzahn. "Hier geht nichts mehr", sagte ein Lkw-Fahrer aus Neumünster. Sein schwer gewichtiges Fahrzeug schaffte es nicht, die Straße ins Dorf hoch zu fahren. Die Räder drehten durch, der Fahrer nicht. "Jetzt muss ich eben warten", sagte er am Vormittag. Zwei Stunden später standen schon acht Lkw nebst ihren Lenkern im dichten Schneetreiben - und steckten in Groß Molzahn fest. "Ich muss eigentlich nur zu einem Betrieb, der hier um die Ecke liegt", nahm es der Mann hinter dem Steuer eines Milchtransporters noch gelassen. Ein anderer Brummi-Fahrer wollte zurück nach Lübeck fahren. "Dann komme ich eben später ins Wochenende", sagte er unaufgeregt. Als Lkw-Fahrer, fügte er hinzu, sei er lange Wartezeiten gewohnt.

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