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Zwischen Rehna, Gadebusch und Lützow : Zusätzliches Geld für Sozialarbeiter

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Landkreis kann knapp 700 000 Euro aus dem Bildungspaket ausgeben

svz.de von
erstellt am 02.Apr.2016 | 04:45 Uhr

Geldsegen für den Landkreis: 698 265 Euro können zusätzlich im Sozialbereich ausgegeben werden. Möglich wird das, weil von 2011 bis 2014 nicht alle Mittel aus dem Paket „Bildung und Teilhabe“ abgerufen wurden. Der Kreis muss das Geld an den Bund nicht zurückzahlen, sondern kann es weiterverwenden.

Der Kreistag soll diese überplanmäßige Auszahlung beschließen. Mit den knapp 700 000 Euro soll für 8950 Euro die Bildungskarte erweitert werden. Zudem sollen 528 890 Euro in eine neue Schulsozialarbeiterstelle an der Allgemeinen Förderschule bis 2020 Wismar fließen und eine Anpassung der Tariflöhne aller Schulsozialarbeiter finanziert werden.

Der Nordwestkreis bekommt im Schnitt jeden Monat rund 155 000 Euro vom Bund für das Bildungspaket zur Verfügung gestellt, erklärt die Kreissprecherin Petra Rappen. Die Höhe orientiert sich an den Kosten der Unterkunft, die das Jobcenter für seine Kunden übernimmt. „2015 waren es 6,4 Prozent, 2014 waren es 6,2 Prozent“, sagt Petra Rappen.

In den Genuss des Geldes kommen Kinder und Jugendliche, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe erhalten oder deren Eltern diese Leistungen beziehen. Besonders häufig werden in Nordwestmecklenburg die finanzielle Unterstützung für Mittagessen und den Schulbedarf, die Teilhabe an kulturellen und sozialen Angeboten sowie die Kostenübernahmen bei Schulausflügen beantragt.

1587 Antragsteller zählt das Jobcenter aktuell. „Die Nachfrage auf Leistungen ist nach wie vor hoch“, sagt Petra Rappen. „Sofern es in den Monaten Februar und August zu den Auszahlungen für den Schulbedarf kommt, sind es etwa 2240 Antragsteller.“ Ob auch im Jahr 2015 Geld übriggeblieben ist, weiß die Kreisverwaltung noch nicht. Das Land berechnet das derzeit für alle Landkreise und kreisfreien Städte. Der Erlass dazu werde im zweiten Quartal erwartet, hieß es.

Am 1. Januar 2011 führte die Bundesregierung das Bildungspaket ein. Ziel war es, Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien die Möglichkeit einzuräumen, bei Sportvereinen mitzumachen, Nachhilfe zu bekommen oder an Schulausflügen teilzunehmen.

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