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Schulstart in Roggendorf : Zum ersten Mal eigene Schüler

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Lehrerin Susanne Klingels übernimmt erstmalig eine 1. Klasse der Grundschule Roggendorf – für die nächsten vier Jahre

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2017 | 04:45 Uhr

Das neue Schuljahr ist heute fünf Tage jung und für viele Erstklässler ist es die erste Woche auf der Schulbank – so auch für die 1. Klasse der Grundschule Roggendorf. Doch nicht nur für die zehn Schüler ist es eine Premiere. Lehrerin Susanne Klingels übernahm am Montag zum ersten Mal eine Klasse, die sie nun vier Jahre lang durch die Grundschule begleiten wird.

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Die Stellung als Klassenlehrerin kam für die 35-jährige Mutter aus Grevesmühlen nicht überraschend. „Bei einer kleinen Dorfschule mit vier Kollegen war das klar“, sagt Susanne Klingels. Seit einem Jahr unterrichtet sie als Vollzeitlehrerin, schon im vergangenen Winter wurde sie auf die Rolle als Klassenlehrerin vorbereitet. „Eine Kollegin bot mir an, mir das Unterrichten dort zu zeigen und auch mal selbst ein paar Teststunden zu übernehmen.“ Das habe sie gut auf die Verantwortung vorbereitet.

Dass sie einmal eine Klasse leiten würde, das hat sich Susanne Klingels früher nicht träumen lassen. „Eigentlich habe ich Germanistik und Anglistik studiert.“ Nach dem Studium in Greifwald und Rostock wollte die Grevesmühlenerin eigentlich ins Verlagswesen einsteigen. Ihre Chancen standen aber schlecht, die angebotenen Berufe waren sehr weit von ihrer Heimat entfernt. Statt dessen erreichte sie das Angebot einer Grundschule in Schwerin, für drei Monate als Vertretung zu arbeiten. „Dann war mir ziemlich schnell klar, dass ich das auf Dauer machen möchte“, sagt die 35-Jährige. Das nötige Lehramtstudium hängte sie darum noch dran.

Nach Roggendorf kam Susanne Klingels vorerst als Teilzeitlehrerin für eine Einzelbeschulung – also als Lehrerin für ein Kind zu Hause. Nach einem halben Jahr wurde ihr die Vollzeitstelle einer Englischlehrerin angeboten.

Susanne Klingels unterrichtet aber mehr Fächer als nur Englisch. „Ich lehre alles: Mathe, Deutsch, Englisch, Sachkunde und Werken“, erzählt sie. Vor allem das letztgenannte Fach ist ihr Steckenpferd. „Ich bin gespannt darauf zu sehen, wie meine Erstklässler Fortschritte in Werken bis zur 4. Klasse machen.“

An einer kleinen Schule zu unterrichten ist für die Grevesmühlenerin kein Problem. „Ich wollte gerne an eine kleine Schule. Es ist eine Herausforderung, aber wenn jemand Herausforderungen mag, ist die Grundschule genau das Richtige“, sagt Susanne Klingels.

Vor allem die Nähe der Lehrer und der Schüler, das gemeinsame Miteinander, beeindruckt sie immer wieder. Da macht es auch nichts, wenn der Arbeitsplatz einige Kilometer vom Zuhause entfernt liegt. Denn letztlich prägen die Schüler den Alltag der Lehrerin, nicht der Schulstandort. „Es ist ein sehr dankbares Publikum. Die Kinder wollen lernen. Das zu erhalten und zu fördern ist ein Abenteuer“, sagt Susanne Klingels abschließend.

 

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