"Manege frei" nach Sturmnacht in Rehna : Zirkus baut Zelt erstmals wieder auf

<fettakgl>Dass durch einen</fettakgl> Sturm zerstörte Zirkuszelt ist repariert worden. Es soll jetzt in Schönberg erstmals komplett wieder aufgebaut werden, kündigt Patrick Weisheit (r.) an.
Dass durch einen Sturm zerstörte Zirkuszelt ist repariert worden. Es soll jetzt in Schönberg erstmals komplett wieder aufgebaut werden, kündigt Patrick Weisheit (r.) an.

Der durch einen Sturm in Existenznot geratene Zirkus "Mustang" kann weiter ziehen. Sein Zelt ist inzwischen repariert worden und soll nun in der Stadt Schönberg erstmals seit der Sturmnacht von Rehna aufgebaut werden.

svz.de von
09. Juli 2012, 06:42 Uhr

Rehna | Der durch einen Sturm in Existenznot geratene Zirkus "Mustang" kann weiter ziehen. Sein Zelt ist inzwischen in Hamburg repariert worden und soll nun in der Stadt Schönberg erstmals seit der Sturmnacht von Rehna wieder komplett aufgebaut werden. Von Donnerstag an wollen die Zirkusleute mehrere Vorstellungen in Schönberg geben. "Manege frei" heißt es an den Tagen ab 15 Uhr.

An Zirkusvorstellungen war bis vor kurzem noch nicht zu denken. Denn in den vergangenen Tagen hatten die Artisten gleich mehrere Rückschläge verkraften müssen. Zunächst war Ende Juni ihr Zirkuszelt zerstört worden, als Windböen es horizontal auf einer Länge von sechs Metern aufgerissen haben. Ein weiterer Riss reichte bis zur Mastspitze. Als Hoffnung auf eine Reparatur aufkeimte, gab es den nächsten Rückschlag. Ein Unternehmen aus Nordwestmecklenburg stellte zwar eine mögliche Hilfe in Aussicht, konnte einen derart großen Schaden jedoch nicht beheben. "Wir waren danach am Boden zerstört", sagt Patrick Weisheit. Zumal an den Kauf eines neuen Zirkuszeltes nicht zu denken ist. Es würde mehr als 30 000 Euro kosten - unerschwinglich für den Zirkus "Mustang".

Die unerwartete Zwangspause ist für die Zirkusleute nun allerdings vorbei. Sie starteten gestern mit dem Umzug in die Stadt Schönberg - und werden Rehna nicht vergessen. Sie erhielten nicht nur eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt in Höhe von 1000 Euro. Materielle Hilfe erhielten sie beispielsweise von einem Agrarunternehmen. Es schenkte dem Zirkus eine Fuhre Heu für die Tiere. "Wir sind allen, die uns hier geholfen haben, sehr dankbar", verdeutlicht Tatjana Weisheit. Ihr Zirkuskollege Patrick Weisheit ergänzt: "Es sind hier wirklich sehr nette Leute. Wir können uns gut vorstellen, vielleicht schon im nächsten Jahr hier wieder her zu kommen."

Der Zirkus war landesweit in die Schlagzeilen, als während des Unwetters Elefantendame "Medi" in Panik geriet. Die sensible Dickhäuterin büxte aus einem Zelt aus und marschierte durch ein angrenzendes Wohngebiet. Sie konnte dort von Zirkusmitarbeitern wieder eingefangen und beruhigt werden.

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