Schlagsdorf : Zeitzeuge des Weltkrieges

90-jähriger Altbischof Heinrich Rathke am 4. Mai im Grenzhus zu Gast

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03. Mai 2019, 10:59 Uhr

Schlagsdorf | 1928 geboren, 1944 als 15-Jähriger in den Krieg eingezogen und in britische Kriegsgefangenschaft gekommen. Der 90-jährige Altbischof Heinrich Rathke ist noch einer der wenigen Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges. Zu einem öffentlichen Zeitzeugengespräch lädt das Grenzhus in Schlagsdorf am 4. Mai, um 11 Uhr ein. Moderiert wird das gespräch von Uta Loheit vom Verein Politische Memoriale. Es soll an das Kriegsende vor 74 Jahren erinnern.

Zu Rathkes Biographie zählt auch, dass er 1953 ganz bewusst vom Westen in die DDR ging, um dort als Pastor zu arbeiten. Von 1971 bis 1984 ist er Landesbischof der Evangelischen-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg. Danach übernimmt er eine Pfarrstelle in Crivitz und engagiert sich nach 1989 für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, betreut protestantische Gemeinden in Kasachstan und Spätaussiedler in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch Bezüge nach Schlagsdorf gibt es in seinem Leben. So besuchte er regelmäßig als Bischof die Gemeinde und betreute Spätaussiedler in der Aufnahmeeinrichtung in Schlagbrügge nach 1990. Seine klare Haltung zur DDR sowie seine Jugend zu Kriegszeiten machen ihn zu einem besonderen Zeitzeugen für das 20. Jahrhundert.

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