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Zeitung vor Ort: Von der Recherche bis zur Zustellung

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erstellt am 14.Aug.2012 | 08:51 Uhr

Gadebusch/Rehna | Politaffären, Demonstrationen, Sprengungen - in den vergangenen sechs Jahrzehnten hat es so manche explosive Themen gegeben. Sie sowie die spannenden Geschichten von nebenan ins Blatt zu heben, das ist die täglich neue Herausforderung, damit Sie morgens möglichst abwechslungsreichen Lesestoff aus dem Briefkasten holen können. Der Weg Ihrer Zeitung in den Briefkasten erfordert aber vor allem eins: Teamarbeit. Das beginnt bei der täg lichen Themenkonferenz in der Lokalredaktion, setzt sich fort mit der Arbeit in der Druckerei und endet bei der Zustellung der frisch gedruckten Zeitung.

Zwei, die die neuesten Nachrichten, Hintergrundberichte und Lokalgeschichten seit mehreren Jahrzehnten zu unseren Lesern bringen, sind Gisela und Peter Ballnus aus Gadebusch. Montags bis sonnabends tragen sie die Zeitung im Bereich Mühlen Eichsen aus. Sie stehen dafür kurz vor 4 Uhr auf. "Das frühe Aufstehen macht mir nichts", sagt der 69-jährige Peter Ballnus. Seine Frau ergänzt: "Außerdem macht mir das Zeitungaustragen Spaß. Es ist besser als jeder Frühsport."

Gefährlich kann’s trotzdem werden. Wenn es im Winter schneit oder Gehwege spiegelglatt sind. "Schon zwei Mal steckten wir im Winter, ausgerechnet an einem 24. Dezember, am Abzweig Lehmhusen fest", erinnert sich Peter Ballnus. Da nützten auch ein Eimer Streusand und die Schaufel im Auto nichts. Ein Traktorist kam zur Hilfe.

Gefährlich wird es teilweise auch, wenn Peter Ballnus morgens während der Fahrt nach Mühlen Eichsen die Schlagzeilen der Seite 1 von seiner Frau vorgelesen bekommt. "Vor Schreck wäre ich fast mal vor einen Baum gefahren, als es um Diätenerhöhung für Abgeordnete ging", so Ballnus. Jubeln würde er, wenn er diese Schlagzeilen hören würde: "Alles wird billiger: Sprit, Strom, Heizkosten".

So wie die Ballnus’ sind täglich zahlreiche Zeitungszusteller unterwegs, um die Nachrichten aus der Welt, Deutschland und der Region an tausende Haushalte zu liefern. Erst danach haben sie Zeit, sich die Zeitung selbst ausführlich durchzulesen.

Im Falle der Ballnus’ ist es so, dass der Ehemann die Lokalgeschichten von seiner Frau präsentiert bekommt. "Ich lese meinem Mann schon 38 Jahre lang die Volkszeitung vor. Das hat sich in den 38 Jahren, in denen wir verheiratet sind, so eingespielt", sagt Gisela Ballnus und lächelt. Die Gadebuscherin hat auch der Lokalredaktion eines voraus: Gisela Ballnus ist ein Jahr älter als das heutige Geburtstagskind, die Lokalausgabe Gadebusch der SVZ.

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