Lankow/Grevesmühlen : Zeitreise: Film ab für alte Streifen

Streifzug durch die Filmgeschichte:  Karl-Heinz Steinbruch gibt einen Einblick.
Streifzug durch die Filmgeschichte: Karl-Heinz Steinbruch gibt einen Einblick.

Landesfilmarchiv und Kreisarchiv öffnen an diesem Wochenende ihre Türen

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02. März 2018, 05:00 Uhr

Im Zeichen der Archive steht dieses Wochenende in Nordwestmecklenburg. Neben dem Kreisarchiv in Grevesmühlen wird auch das Landesfilmarchiv in Wismar seine Türen für Besucher öffnen. Dort wird unter anderem ein Film über das geschleifte Dorf Lankow an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu sehen sein.

Der Ort verschwand 1976 im wahrsten Sinne des Wortes von der Landkarte. Zuvor war die Hälfte der Einwohner von zwei Zwangsaussiedlungswellen 1952 und 1961 betroffen. Junge Filmemacher begaben sich Jahrzehnte später auf Spurensuche und werden das Ergebnis ihrer Arbeit am Sonnabend, 3. März, im Landesfilmarchiv zeigen. Dort wird es den ganzen Tag über Führungen, Ausstellungen und Filmpräsentationen geben. Außerdem wird Landesfilmarchivar Karl-Heinz Steinbruch von seiner Arbeit an alten und neuen Filmen berichten, Hintergrundinformationen liefern und aktuelle Schätze aus dem Archiv präsentieren. „In einer kleinen Ausstellung geben wir morgen auch einen Einblick in die Arbeit im Archiv. Dabei werden unter anderem Exponate aus der Plakatsammlung und andere historische Werbematerialien zum Thema , Demokratie und Bürgerrechte‘ präsentiert“, kündigt Steinbruch an.

Eintauchen in die Geschichte ihrer Heimat können Nordwestmecklenburger auch in Grevesmühlen. Dort ist am Sonntag, 4. März in der Malzfabrik das Kreisarchiv für Besucher geöffnet. Zum ersten Mal überhaupt wird die Wanderausstellung „Die Zersetzungsmethoden des Staatssicherheitsdienstes“ zu sehen sein. „Es ist eine Preview“, sagt Klaus-Jürgen Ramisch vom Landkreis Nordwestmecklenburg.

Denn am 19. März wird der Förderverein Denkstätte Teehaus Trebbow die Wanderausstellung in der Landesvertretung MV in Berlin der Öffentlichkeit präsentieren. Nach Angaben von Ramisch gibt es bislang keine vergleichbare Ausstellung, die gezielt eine der wichtigsten Repressionsmethoden des Staatssicherheitsdienstes in den Blick nimmt. Dabei sei das öffentliche Interesse daran, wie die politische Geheimpolizei der DDR Menschen mit der Zersetzung bestrafte und verfolgte, nach wie vor groß.

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