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Nordwestmecklenburg : Zahl der Geburten erreicht neuen Rekordstand

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Gute Nachrichten: In MV wurde für 2010 die höchste Zahl an Geburten seit der Wiedervereinigung registriert, und auch hier im Kreis Nordwestmecklenburg sind mehr Kinder geboren worden als im Jahr zuvor.

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erstellt am 19.Dez.2011 | 10:10 Uhr

Nordwestmecklenburg | Das sind gute Nachrichten. In MV wurde für 2010 die höchste Zahl an Geburten seit der Wiedervereinigung registriert, und auch hier im Kreis Nordwestmecklenburg sind mehr Kinder geboren worden als im Jahr zuvor. 943 Babys kamen hier nach Angaben des Statistischen Landesamtes zur Welt. Das waren drei mehr als im Jahr zuvor.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr in MV 13 337 Babys zur Welt, meldet das Statistische Landesamt. Das waren 2,4 Prozent mehr als 2009 und so viele wie seit 1991 nicht mehr. Von diesen Neugeborenen hatten 63,7 Prozent, also weit mehr als die Hälfte, Eltern, die nicht miteinander verheiratet waren. Hier im Kreis Nordwestmecklenburg waren es 55,9 Prozent.

Der Anteil der außerehelich geborenen Kinder hat sich in Deutschland seit 1990 mehr als verdoppelt. 33 Prozent der rund 678 000 im vergangenen Jahr zur Welt gekommenen Babys hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nicht miteinander verheiratete Eltern. 1990 waren es lediglich 15 Prozent gewesen. Im Vergleich zu 2009 stieg der Anteil der außerehelich geborenen Kinder um 0,5 Prozentpunkte.

Zwischen Ost und West verzeichnen die Statistiker erhebliche Unterschiede. Während 2010 in den neuen Bundesländern mit 61 Prozent die meisten Neugeborenen nicht verheiratete Eltern hatten, ist im Westen (27 Prozent außerehelich Geborene) die Ehe der Eltern nach wie vor der Regelfall.

Im Ländervergleich sind die Unterschiede noch größer: Die meisten nicht ehelichen Kinder wurden in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 64 Prozent) sowie Brandenburg (62 Prozent) geboren. Die niedrigsten Quoten gab es in Baden-Württemberg (22 Prozent), Hessen und Bayern (jeweils 26 Prozent). Überdurchschnittlich viele Neugeborene von nicht verheirateten Eltern gab es in den alten Bundesländern vor allem in Bremen (39 Prozent), Hamburg (36 Prozent) und Schleswig-Holstein (35 Prozent).

Die jüngsten Mütter waren 14 Jahre

Nicht verheiratet sind die Eltern vor allem beim ersten Kind, wie die Statistik weiter zeigt: Unter den Erstgeborenen hatten 2010 rund 43 Prozent nicht miteinander verheiratete Eltern, wobei es im Westen 36 Prozent und im Osten 74 Prozent waren. Die Zahlen lassen vermuten, dass Paare oft nach der Geburt eines gemeinsamen Kindes heiraten: Bei 20 Prozent der Eheschließungen im Jahr 2010 gab es schon mindestens ein gemeinsames voreheliches Kind, wobei es in den neuen Bundesländern 36 Prozent und im alten Bundesgebiet 16 Prozent waren. Das war vor 20 Jahren noch nicht so: 1991 hatten nur 8 Prozent der Brautpaare schon gemeinsamen Nachwuchs.

Zurück in den Kreis Nordwestmecklenburg: Von den 943 Babys, die hier im vergangenen Jahr geboren worden sind, waren 483 Jungs. Je 1000 Einwohner kamen 8,1 Kinder zur Welt. Im Land waren es ebenfalls 8,1.

Die meisten Frauen, die ein Baby bekommen, sind hier in Mecklenburg-Vorpommern übrigens zwischen 25 und 32 Jahre alt. 7102 der insgesamt 13 337 Neugeborenen, oder 53 Prozent, hatten Mütter in dieser Altersgruppe. Die jüngsten Mütter waren 14 Jahre und jünger. Immerhin vier Babys hatten so junge Mütter. Aber auch elf Frauen, die bereits 45 Jahre oder älter waren, wurden im vergangenen Jahr noch Mutter.

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