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18-Jährige ausgeraubt, vergewaltigt und brutal zusammengeschlagen : Wurde ein Internetforum zur Falle?

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Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr wurde eine 18-jährige junge Frau in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Ratzeburg von einem oder mehreren männlichen Tätern vergewaltigt und brutal zusammengeschlagen.

svz.de von
erstellt am 23.Nov.2011 | 06:33 Uhr

Ratzeburg | Was genau geschah, das versucht die Ratzeburger Kriminalpolizei zu ermitteln. Fest steht, wie erst jetzt bekannt wurde: Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr wurde eine 18-jährige junge Frau in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Ratzeburg von einem oder sogar mehreren männlichen Tätern vergewaltigt und anschließend brutal zusammengeschlagen. Ersten Informationen nach wurde die 18-jährige bereits gegen 3 Uhr mehrmals von mehreren unbekannten Tätern aufgesucht und später sogar ausgeraubt.

Nachdem der jungen Frau Handy sowie Laptop gestohlen wurden, meldete sie sich sofort persönlich bei der Wache der Bundespolizeikaserne und verständigte von dort aus die Polizei. Die Polizei hält sich mit den Aussagen zu dem Sachverhalt aus Gründen des Opferschutzes sowie aus ermittlungstaktischen Gründen zurück. "Ich kann nur bestätigen, dass es einen Vorfall mit einer 18-jährigen gegeben hat und die Ratzeburger Kriminalpolizei nun wegen eines Sexualdelikts mit Körperverletzung ermittelt", sagte Polizeipressesprecherin Sonja Kurz auf Nachfrage. Nähere Angaben zum Tathergang will die Polizei derzeit nicht machen. Die junge Ratzeburgerin war vermutlich vor einiger Zeit über ein Internet-Forum in Kontakt mit ihren jetzigen Tätern gekommen.

Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr kamen die Täter erneut vorbei: Dieser "ungewollte" Besuch wurde für die 18-jährige junge Frau jedoch zum reinsten Horrortrip: Was genau geschah, nachdem der oder die Tätern die Wohnung in der Mechower Straße betraten, ist noch nicht genau geklärt. Wiederum fest steht, dass die 18-jährige nach der Vergewaltigung in ihrer Wohnung wieder zum Wachgebäude der nahe gelegenen Ratzeburger Bundespolizeikaserne lief und dort erneut jedoch diesmal mit schweren Verletzungen um Hilfe bat. Das diensthabende Wachpersonal kümmerte sich sofort um die sichtlich schwer verletzte junge Frau und verständigte neben einen Rettungswagen wieder die Polizei. Nach einer kurzen Erstversorgung wurde die 18-jährige sofort zur Weiterbehandlung in die Lübecker Universitätsklinik gebracht. Über ihren jetzigen Zustand ist noch nichts weiteres bekannt.

Beamte des Zentralen Kriminaldauerdienstes (ZKD) Lübeck führten bereits am Sonntagnachmittag am Tatort Ermittlungen durch und sicherten erste Spuren sowie vorhandenes Beweismaterial in der Wohnung. Die Polizei rät Eltern darauf zu achten, mit wem ihre "Kleinen" so Kontakt über Internet aufnehmen.

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