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Massenzappeln auf dem Marktplatz : Wismar tanzt den "Harlem Shake"

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Gut 400 Jugendliche, aber auch Ältere folgten am Sonnabend dem Aufruf und kamen in die Kreisstadt. Sie tanzten den "Harlem Shake" auf dem Wismarer Marktplatz. Ein organisierter Flashmob mit nur einem Ziel: Spaß haben.

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erstellt am 21.Apr.2013 | 07:38 Uhr

Wismar | Gut 400 Jugendliche, aber auch ältere tanzten am Sonnabend den "Harlem Shake" auf dem Wismarer Marktplatz. Ein organisierter Flashmob mit nur einem Ziel: Spaß haben.

Samstag 15 Minuten vor 15 Uhr. Kleine Grüppchen mit Jugendlichen stehen in der Krämerstraße und in den umliegenden Gassen oder sitzen vor dem Rathaus. Mehr als sonst. Auf dem Markt stehen die ersten Autos mit ordentlich "Bumbum"-Musik aus den Lautsprechern. In den nächsten Minuten ziehen die Grüppchen immer weiter Richtung Markt und Musik. Das fällt auf. Passanten bleiben stehen und wollen gucken, was da gleich passiert. Vor allen Dingen, weil Polizeiwagen positioniert sind. Einige der Jugendlichen tragen bunte Masken oder schrille Sonnenbrillen. "Wir haben alle leuchtende Warnwesten an", erzählt Jaqueline Grambow (35). Sie selbst hatte Chearleader-"Pompoms" mit.

Dann ergreift Lars Schwenckner (23) als Mitorganisator das Mikrofon: "Hammer, dass so viele da sind!" Er erklärt, wie das organisierte Massenzappeln - genannt "Harlem Shake" ablaufen soll. Vorher bat Frank Junge, Pressesprecher der Stadt, darum, die Aktion nicht unnötig zu verzögern. Zeitgleich sollte ein Musikschulkonzert im Bürgerschaftssaal beginnen. Mit dem "Bumbum" hätten die Flöten nicht harmoniert.

Mit dem Auto sind Ideengeber Julian Lewerenz (25) und Lars Schwenckner auf den Markt gefahren, in abgefahrenen Verkleidungen ausgestiegen und haben die ersten Sekunden alleine getanzt. Dann, bei der Textzeile "Do the Harlem Shake" stiegen die Massen auf dem Markt mit ein. 400 hatten sich dort versammelt, dazu noch viele, die am Rand standen und guckten. Leider mehr Gaffer als Tänzer. Die, die mit dem Smartphone ein Video drehen, statt selbst mitzutanzen.

Ein Schreckensmoment: Auf einmal steigt dicker blauer Rauch aus der Masse auf. Ein Mann in roter Latzhose und "Ordnerbinde" am Arm trägt die Rauchbombe aus den Massen. Lars Schwenckner greift ein - die Aktion drohte, abgebrochen zu werden, bevor sie richtig los ging.

Dann - zum Glück für die Organisatoren und all die, die da waren - noch einmal die Musik als Zappelaufforderung und Futter für das Youtube-Video. Dort sind die ersten dieser Privatvideos schon hoch geladen und zeigen weltweit, dass auch die Wismarer friedlich zusammen tanzen und Spaß haben können. Über Alters- und andere Grenzen hinweg. Einfach nur zappeln, Musik hören und kontrolliert ausflippen für ein paar Minuten.

15 Minuten später war alles vorbei. Die Massen zogen ab, die Musik verstummte und ließ das Musikschulkonzert im Bürgerschaftssaal beginnen, während viele der Mittänzer die Frühlingssonne für einen Stadtbummel mit Eis nutzten.

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