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Gestohlenes Schild in Niedersachsen aufgetaucht : Wismar hat sein Ortsschild zurück

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Die Hansestadt Wismar hat ihr Ortseingangsschild zurückerhalten. Das gestohlene Schild schmückte die Ortseinfahrt von Westervesede in Niedersachsen. Bislang gibt es keine Spur von den Dieben.

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2012 | 08:12 Uhr

Wismar | Die Hansestadt Wismar hat ihr Ortseingangsschild zurückerhalten. Es ist unbeschädigt, fast wie neu, allerdings nicht mehr aktuell, aber dafür mit einer besonderen Geschichte behaftet. Witzbolde hatten es vor Monaten gestohlen und am Ortseingang von Westervesede in einen Schilderhalter montiert.

Zu verdanken ist die Rückgabe dem Ortsbürgermeister von Westervesede der niedersächsischen Gemeine Scheeßel, Ralf Jürges. Der allerdings hatte die Sache nur zuständigkeitshalber in die Hand genommen, denn von den Tätern fehlt nach wie vor jede Spur. Kurios: Das in Wismar abmontierte Schild markierte bereits im Sommer dieses Jahres eine der vier Ortseingänge von Westervesede. Über welche Wege es schließlich in den etwa 800 Einwohner zählenden kleinen Ort gelangte, der mitten im Dreieck von Hamburg, Bremen und Hannover liegt, vermag bisher niemand zu erklären. Die Vermutungen gehen dahin, des es im Gewusel des in der Nachbargemeinde Scheeßel jährlich stattfindenden "Hurricane-Festivals" von vermeintlichen Witzbolden gegen das dortige Ortsschild "ausgetauscht" wurde. Immerhin zieht dieses Musikspektakel jährlich etwa 70 000 Fans in seinen Bann.

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer bedankte sich jetzt gebührend, indem er seinen Amtskollegen nebst Ortsvertreter zu einem Tagesbesuch zu sich einlud. Deren Hoffnung, ihr Schild könnte sich vielleicht dafür in Wismar befinden, erfüllte sich bisher nicht. Doch wer weiß, was noch so alles an Kuriositäten passieren kann. Dafür erhielten die niedersächsischen Abgesandten zur Erinnerung ein hölzernes Schild-Präsent. "Es ersetzt zwar nicht das Original, aber ist dennoch eine nette Geste und schöne Erinnerung an den Besuch", so die einhellige Meinung der Ortsvertreter.

Anhand des wieder aufgetauchten Wismarschildes ist nun sicher, dass es sich dabei um das bereits im Vorjahr gestohlene Schild am Ortsausgang in Richtung Barnekow handelt. Das zweite gestohlene Schild an der B 105 in Höhe des Stadtteiles Wendorf fehlt dagegen noch immer. "Natürlich wird das zurückerhaltene Wismar-Schild aufgehoben, schon wegen seiner besonderen Geschichte", war von Andreas Nielsen aus dem Rathaus der Hansestadt zu erfahren. Andere, im Zuge der Kreisgebietsreform offiziell demontierte Schilder dürften da wohl von weniger Interesse sein. Und das sind nicht wenige.

Immerhin sorgte die aufwendige Umstrukturierung unter anderem dafür, dass etwa 3000 Ortseingangstafeln im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit neuen Landkreisbezeichnungen ersetzt werden mussten. Geschätzte Kosten: 200 000 Euro.

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