Gadebusch : Wirtschaft wirbt um Nachwuchs

Von A wie AOK bis Z wie Zweckverband – in Gadebusch können sich Jugendliche am Donnerstag über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.
Von A wie AOK bis Z wie Zweckverband – in Gadebusch können sich Jugendliche am Donnerstag über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

27 Firmen und Institutionen zeigen in Gadebusch Perspektiven auf

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10. November 2015, 00:34 Uhr

Infos aus erster Hand können künftige Azubis in dieser Woche in Gadebusch erhalten. So wird es am Donnerstag, 12. November, die 9. Auflage der Regionalen Lehrstellenbörse geben. Erstmals findet sie auf dem Gelände eines Unternehmens statt: der Agrar Aktiengesellschaft Gadebusch. Dort können sich Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn sowie weitere Interessierte einen Überblick über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region verschaffen. Auch Eltern sind willkommen. Die Veranstaltung auf dem Industriegelände 7 findet von 10 bis 13.30 Uhr statt.

Insgesamt 27 Unternehmen und Institutionen werden bei der Regionalen Lehrstellenbörse in Gadebusch präsent sein und die Fragen der Jugendlichen beantworten. Sie wollen Chancen und Perspektiven für Azubis von morgen in MV aufzeigen. Firmen werden zudem über Praktikumsmöglichkeiten vor der Berufswahl informieren.

„Die Unternehmen, die in den vergangenen Jahren gut ausgebildet und faire Bedingungen angeboten haben, werden ihre Ausbildungsplätze wohl auch künftig besetzen können. Der Kampf um Lehrlinge dürfte aber härter werden“, sagt Mitorganisator Steffen Timm (Fertigungstechnik Nord) mit Blick auf den demografischen Faktor.

Rein rechnerisch kommen aktuell knapp fünf unbesetzte Ausbildungsplätze auf einen unvermittelten Jugendlichen in Westmecklenburg. „Aus der Sicht der Bewerber/innen sicher ein tolles Verhältnis. Für die Unternehmen aber ein Alarmsignal. Sie müssen sich noch stärker verändern, um für junge Leute attraktiv zu sein“, verdeutlicht auch Dirk Heyden, Chef der Schweriner Arbeitsagentur.

Deutschlandweit waren zum 30. September dieses Jahres noch insgesamt 41 000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gegenüber dem Vorjahr waren das 3900 mehr. Die Zahl der noch freien Ausbildungsstellen fiel damit das sechste Jahr in Folge höher aus als im vorangegangenen Jahr. Mit anderen Worten: Unternehmen müssen mehr denn je um Auszubildende werben.

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