Die Puhdys kommen nach Rehna : "Wir haben 500 Songs veröffentlicht"

<fettakgl>Peter 'Eingehängt' Meyer </fettakgl>(2.v.r.) gehört zu den Gründungsmitgliedern der Puhdys. Mit seinen Bandkollegen Peter 'Bimbo' Rasym, Dieter 'Quaster' Hertrampf, Dieter 'Maschine' Birr und Klaus Scharfschwerdt (v.l.) kommt er am 18. August nach Rehna. <foto>Klawitter</foto>
Peter "Eingehängt" Meyer (2.v.r.) gehört zu den Gründungsmitgliedern der Puhdys. Mit seinen Bandkollegen Peter "Bimbo" Rasym, Dieter "Quaster" Hertrampf, Dieter "Maschine" Birr und Klaus Scharfschwerdt (v.l.) kommt er am 18. August nach Rehna. Klawitter

Zum Sommer-Open-Air am Sonnabend, 18. August, werden die berühmtesten Ostrocker, die Puhdys, erstmals nach Rehna kommen. Unsere Mitarbeiterin Maxine Herder sprach in Berlin mit Peter "Eingehängt" Meyer.

svz.de von
27. Juli 2012, 07:16 Uhr

Rehna | Es wird das große Musikspektakel dieses Sommers: Zum Sommer-Open-Air am Sonnabend, 18. August, werden die berühmtesten Ostrocker, die Puhdys, erstmals nach Rehna kommen. Präsentiert von der Schweriner Volkszeitung als exklusivem Medienpartner von Veranstalter Maack-Event wird die Gruppe altbekannte Hits wie "Alt wie ein Baum", "Rockerrente" oder "Lebenszeit" sowie Stücke vom neuen Album, das im Herbst erscheinen soll, spielen. Bei einem Bootsausflug mit seinem Enkel auf dem Müggelsee bei Berlin erwischte SVZ-Mitarbeiterin Maxine Herder Peter "Eingehängt" Meyer, Keyboarder und Saxophonist bei den Puhdys, für ein Telefoninterview.

Sie stehen beim Sommer-Open-Air in Rehna mit Jürgen Drews auf der Bühne. Wie passt das zusammen: die legendären Ostrocker und der "König von Mallorca"?

Peter Meyer: Das passt sehr gut zusammen. Wir haben ja bereits vor einiger Zeit mit Jürgen Drews das Lied "Hey, wir woll’n die Eisbären sehen" aufgenommen. Zudem sind wir auf Mallorca nicht unbekannt und Jürgen Drews ist hier bekannt - es passt einfach gut.

Die Puhdys bestehen im 43. Jahr, haben tausende Konzerte gespielt und Millionen Platten verkauft. Wo liegt es denn nun, das Geheimnis Ihres Erfolgs?

Das ist schwer zu sagen. Bereits Anfang der 70er-Jahre waren wir im Land unterwegs und hatten einen Riesenerfolg mit Rockmusik. Dann kamen die ersten Fernsehsendungen, die ersten Hitparaden und wir wurden zur populärsten Band im Osten. Ab 1975 waren wir auch sehr viel im Westen und in 20 anderen Ländern unterwegs. In den ersten 20 Jahren haben wir 15 Millionen Platten verkauft. Wichtig ist es natürlich, Titel zu bringen, die die Leute mögen, die sie gut finden. Zum Glück haben wir mit Dieter "Maschine" Birr jemanden in der Band, der sehr kreativ ist, und dem immer etwas Neues einfällt.

Wie selten ist es in der heutigen Zeit, dass eine Band so lange gemeinsam auf der Bühne steht?

Natürlich gibt es auch andere Bands, wie die Stones, die so lange zusammen spielen. Aber viele Bands gründen sich, sind am Anfang unheimlich enthusiastisch und trennen sich nach einem dreiviertel Jahr wieder. Bei uns war es so, dass jeder von uns vom ersten Tag an die Musik machen wollte, die wir gemacht haben. Bei uns passt es einfach gut zusammen, menschlich und musikalisch. Da muss man einfach auch ein bisschen Glück haben.

Was treibt denn Sie ganz persönlich im 43. Jahr als Keyboarder und Saxophonist bei den Puhdys an?

Dass es Spaß macht. Es macht mir einfach Spaß, auf der Bühne zu stehen und zu sehen, wie das Publikum reagiert.

Haben die Puhdys denn, nach allem was Sie erreicht haben, noch Ziele? Orte an denen sie spielen, Menschen, die sie treffen möchten?

Wir wollen irgendwann mit den Rolling Stones in Peking spielen. Vorausgesetzt, dass die Stones bis dahin durchhalten (lacht). Aber man muss immer Visionen haben. Noch in diesem Jahr bringen wir unser neues Album heraus, vielleicht ergeben sich dadurch noch ganz neue Dinge, vielleicht treffen wir noch ganz andere Menschen.

Apropos neues Album: wann soll es erscheinen?

Die Veröffentlichung ist für den Herbst geplant. Einen Namen hat das Album bisher noch nicht. Aber ich kann schon verraten, dass wir so viele Titel geschrieben haben, dass sie nicht alle aufs Album passen werden. Und es sind ein paar sehr interessante Sachen dabei.

Kann das Publikum in Rehna denn damit rechnen, bereits eine Kostprobe des neuen Albums zu erhalten?

Wir werden einige Titel vom neuen Album dabei haben. Zum Beispiel den Song "Unser Schiff", der beschreibt, wie wir in den vielen Jahren überlebt haben und wie unser Schiff immer auf Kurs geblieben ist. Ansonsten werden wir in Rehna viele unserer Hits wie "Alt wie ein Baum", "Rockerrente" oder "Lebenszeit" spielen.

Mit Verlaub, aber haben Sie nach all den Jahren überhaupt noch einen Überblick über alle Lieder der Puhdys?

Wir haben rund 500 Songs veröffentlicht. Mir würden mit Sicherheit nicht alle einfallen. Aber Dieter "Maschine" Birr ist in dieser Hinsicht ein Genie, er könnte auf Anhieb einen Großteil unserer Lieder spielen und singen. Dieter "Quaster" Hertrampf fällt da auch immer noch viel ein. Wir haben einen Überblick - und im Zweifelsfall schauen wir einfach nach.

Sie sind jetzt 72 Jahre alt. Gibt es ab und an Überlegungen, kürzer zu treten?

Wir machen weiter, so lange wir gesund bleiben und so lange es uns und den Leuten Spaß macht. Wir geben 60 bis 80 Konzerte im Jahr und übertreiben es damit nicht, auch wenn es für uns ja nicht bei den Konzerten bleibt: Hinzu kommen Studio-Aufnahmen, TV-Auftritte, Interviews oder Foto-Shootings. Aber das ist schon in Ordnung.

Wann gehen die Puhdys das nächste mal auf Tournee?

Im Sommer spielen wir viele Open-Air-Konzerte, zu denen viele Leute kommen. Ab Oktober machen wir dann eine kleine Akustik-Tour in einem intimeren Rahmen. Wir sitzen auf Hockern auf der kleinen Bühne, reden mit dem Publikum und bringen noch musikalische Gäste mit.

Nochmal kurz zurück nach Rehna: Können sich die Fans denn jetzt schon darauf freuen, dass sie Ihren gemeinsamen Hit "Hey, wir woll’n die Eisbären sehen" auch mit Jürgen Drews zum Besten geben werden?

Ja, das könnte schon gut sein.

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