Winter hat Nordwesten weiter im Griff

<fettakgl>Dieser Lkw landete</fettakgl> gestern zwischen Dassow und Mallentin im Graben. Die B 105 musste stundenlang gesperrt werden. <foto>Karl-Ernst Schmidt</foto>
Dieser Lkw landete gestern zwischen Dassow und Mallentin im Graben. Die B 105 musste stundenlang gesperrt werden. Karl-Ernst Schmidt

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20. März 2013, 06:59 Uhr

Rehna/Dassow | Schnee und Eis haben Kraftfahrer erneut vor erhebliche Probleme in Nordwestmecklenburg gestellt. So verunglückte ein Lebensmittel-Laster auf der B105 zwischen Mallentin und Dassow. Der Lkw samt Auflieger kippten dort auf die Seite, der Fahrer blieb unverletzt. "Zur Bergung des Lkw musste die Bundesstraße 105 in der Zeit von 9 bis 12.30 Uhr voll gesperrt werden", sagte André Falke von der Polizeiinspektion Wismar. Der Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Was der Laster geladen hatte, war zunächst unklar.

Probleme gab es auch auf der B104 bei Rehna. Dort wurde eine 33-jährige Autofahrerin schwer und ihr vier Jahre alter Sohn bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt. Die Frau war ausgangs einer Linkskurve mit ihrem Fahrzeug bei Eis- und Schneeglätte in den Gegenverkehr geraten und stieß dort mit einem VW Passat zusammen. Ein dem VW nachfolgender Autofahrer konnte seinen Wagen nicht mehr gefahrlos zum Stehen bringen und fuhr auf.

Freuen konnten sich zumindest Schulkinder, die entlang der Ostseeküste zwischen Tarnewitz und dem Priwall wohnen. Sie konnten bei dem Wetter gestern zu Hause bleiben, denn die Grevesmühlener Busbetriebe fuhren Dörfer abseits der Hauptstrecken nicht an. "Wir haben uns aus Sicherheitsgründen und im Interesse der Kinder dazu entschieden. Wir haben alle nichts davon, wenn ein Schulbus in einer Schneewehe stecken bleibt und Kinder möglicherweise in Panik geraten", sagte GBB-Betriebsleiter Jens Grunenberg. Schneewehen seien so hoch wie ein Bus gewesen, verdeutlicht Grunenberg.

Wie gefährlich es auf den Straßen gestern war, wurde bei weiteren Unfällen deutlicht: Am Abzweig Petersdorf verlor ein Mann die Kontrolle über das Fahrzeug, kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Im Gewerbegbiet Upahl rutschte ein Autofahrer auf Grund unangepasster Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden Skoda. Am Ortseingang Lübberstorf kam ein Lkw von der Straße ab, fuhr gegen einen Zaun und kam im Graben zum Stehen.

Die Polizei rät Kraftfahrer auch in den kommenden Tagen zur Vorsicht. Sie sollten aufgrund sich schnell ändernder Fahrbahnverhältnisse auf die Nutzung eines Tempomaten in Fahrzeugen verzichten. "Gerade Lkw-Fahrer sollten diesen Ratschlag beherzigen. In schwierigen Situationen können so wichtige Sekunden für Entscheidungen und Maßnahmen gewonnen werden", sagte André Falke von der Polizeiinspektion Wismar.

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