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Infoveranstaltung in Gadebusch : Windpark ist Thema in Gadebusch

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stadt lädt zu einer Infoveranstaltung im Saal der Feuerwehr ein / Projektgegner warnen vor einem „Land zum Wegziehen“

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 21:50 Uhr

Die Windkraft bleibt offenbar weiterhin ein Streitthema in der Region. Während das Land MV auf den erfolgreichen und weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, Beschäftigung und Einkommen setzt, befürchten Gadebuscher negative Folgen für den Tourismus sowie Gesundheitsschäden bei Mensch und Tier durch Infraschall und Dauerlärm.

„Wenn unsere Politiker so weiter machen, wird aus dem ,Land zum Leben‘ ein ,Land zum Wegziehen‘“, sagt Silke Hansen von der Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“ im Vorfeld einer Informationsveranstaltung, zu der die Stadt Gadebusch einlädt. Diese findet am Donnerstag, 21. April von 19 Uhr an im Saal der Gadebuscher Feuerwehr statt. Dabei geht es nach Angaben von Bürgermeister Ulrich Howest um die raumordnerischen Festlegungen für Eignungsgebiete für Windenergieanlagen. In einem Entwurf sind derzeit im Gemeindegebiet ein Eignungsraum an B 104 südlich von Gadebusch sowie ein Suchraum an der B 208 westlich von Gadebusch ausgewiesen.

Die Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“ will vor und nach der Informationsveranstaltung vor Ort sein und Fragen beantworten. „Leider sind die Dimensionen und die Lage der geplanten Windindustriegebiete den meisten Menschen aus unserer Region noch nicht bekannt“, sagt Silke Hansen von der Interessengemeinschaft. Allein das Eignungsgebiet an der B104 sei so groß wie 400 Fußballfelder. „Die bis zu 25 Windenergienanlagen, die hier gebaut werden sollen, sind 230 Meter hoch. Im Vergleich: Der Schweriner Fernsehturm ist 130 Meter hoch“, rechnet Hansen vor.

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien hat sich nach Angaben des Energieministerium in den vergangenen zehn Jahren in MV versechsfacht. Derzeit stammen ca. 65 Prozent des erzeugten Stroms aus Erneuerbaren Energien. Über 55 Prozent dieses Stroms stammen laut Ministerium aus Windenergie. Zwischen 14 000 und 15 000 Arbeitsplätze sollen in MV in den vergangenen Jahren in der Branche entstanden sein.

 

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