Gadebusch : Windkraft-Doku bald in Gadebusch zu sehen

Nach der Aufführung des Dokumentarfilms „End of Landschaft“ im Schweriner Capitol könnte er nun auch in Gadebusch laufen.

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14. Februar 2019, 05:00 Uhr

Nach der Aufführung des Dokumentarfilms „End of Landschaft“ im Schweriner Capitol gibt es nun auch Überlegungen, ihn in Gadebusch zu zeigen. Das kündigte die Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen den Wind“ an. Ein Termin steht zwar noch nicht fest, doch klar ist schon jetzt: Der Film sorgt für Gesprächsstoff. Das wurde bei der Aufführung in Schwerin mehr als deutlich.

Hochrangige Experten kommen in dem Streifen von Jörg Rehmann zu Wort und schildern die Leiden und Konflikte, die vor allem die Menschen auf dem Land ausbaden müssen. Denn der Film beleuchtet verschiedene „Windenergie-Krisengebiete“. Die Reise geht dabei vom Odenwald, wo noch intakte Naturschutzflächen mit dort lebenden geschützten Arten für 400 Windräder ausgewiesen wurden, nach Ostfriesland, wo im Schnitt alle 800 Meter ein Windrad neben dem anderen steht. „Dort hat längst eine latente Enteignungswelle eingesetzt“, kritisiert Roberto Kort vom Aktionsbündnis Freier Horizont. Er sieht auch auf MV Gefahren zukommen. „Mit der Entscheidung, Mecklenburg-Vorpommern zum Kraftwerk der Nation zu machen, setzt auch hier eine Landflucht ein“, meint Kort.

Aktuell gibt es Pläne, Windparks bei Rieps, Gadebusch und im Bereich Gottesgabe zu errichten. Einwohner befürchten, dass der Wert ihrer Häuser nach dem Bau neuer Windkraftanlagen sinken könnte.

Gadebuscher Kommunalpolitiker sind nach eigenen Angaben inzwischen bereit, mit Nachbargemeinden wie Lützow und Pokrent erneut eine öffentlichkeitswirksame Demonstration zu starten, um Druck auf die Landespolitik in Sachen Windkraft auszuüben. Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest spricht von massiven Bedenken bezüglich der Windparkpläne (wir berichteten).

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