Abfahrt : „Wind Server“ verlässt Werft

Moderne trifft Vergangenheit: Die „Wind Server“ und der historische Segler im Abendlicht vor Wismar.
Moderne trifft Vergangenheit: Die „Wind Server“ und der historische Segler im Abendlicht vor Wismar.

Spezialschiff für Windturbinen führt vier Hubbeine mit je 72 Metern Länge mit

svz.de von
14. Juli 2014, 00:34 Uhr

Das Signalhorn eines ganz besonderen Schiffes sorgte an der Wismarer Werftpier für Aufmerksamkeit. Die „Wind Server“ verließ mit eigener Kraft seinen Geburtsort am Wismarer Standort von Nordic Yards und nahm Kurs auf die Warnowmündung. Lautstark geübt, und das war ringsum zu hören, wurde bereits zuvor, um die „Schiffshupe“ klanggerecht zu justieren.

Grund für die Überführungsfahrt ist eine nochmalige Dockung am Warnemünder Nordic Yards Standort, allerdings unter freiem Himmel. Denn trotz der beachtlichen Hallenhöhen sowohl dort, wie auch in Wismar, ist es nicht möglich, das Spezialschiff mit seinen vier langen „Stelzenfüßen“ wie üblich, unter Dach und Fach zu bringen.

Immerhin sind diese Hubbeine 72 Meter lang. An denen sollen jetzt noch die unteren Fußteile montiert werden. Zudem wiegt jeder dieser Rohrtürme etwa 450 Tonnen. Damit kann sich das so genannte Windturbinen-Wartungsschiff dankt dieses Systems im Wassertiefen von bis zu 45 Metern aufstellen und somit vom schwimmenden in den stehenden Zustand als Arbeitsplattform übergehen. Ein Bordkran ermöglicht in Höhen bis zu 100 Metern Wartungsarbeiten an Komponenten von Windturbinen durchzuführen. Mit den abschließenden Arbeiten ist der Zeitpunkt der Seeerprobung und feierlichen Übergabe noch in diesem Sommer nicht mehr fern.

Die Docklegung der ersten Großsektion für das fast 80 Meter lange und 32 Meter breite Schiff fand vor gut einem Jahr, konkret am 16. September in Wismar statt. Den Auftrag an Nordic Yards hatte bereits 2012 der dänische Offshore-Dienstleister DBB Jack-Up Services ausgelöst.

Inzwischen hat auch ein Seeponton mit einer aufragenden, gelben Windenhauskonstruktion den Wismarer Standort in Richtung Windpark nahe der Nordseeinsel Sylt verlassen. Damit werden die starken Zuleitungskabel zur Konverterplattform SylWin apha gehievt. Auch diese hatte vor kurzem per Schleppzug von Warnemünder Nordic Yards Standort aus die Reise zum künftigen Nordseeziel angetreten.



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