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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 06:51 Uhr

Wiligrad würdigt Werner Tübke

vom

svz.de von
erstellt am 10.Aug.2012 | 08:06 Uhr

Wiligrad | Wenn der Kunstverein Wiligrad in seinen Räumen Platz macht für eine Ausstellung mit Werken nur eines Künstlers, dann handelt es sich um einen Großen seines Fachs: Kunstfreunde können sich in diesem Spätsommer auf Zeichnungen und Druckgrafiken von Werner Tübke (1929 - 2004) freuen. Am heutigen Sonnabend um 17 Uhr wird die 168. Ausstellung des Kunstvereins im Wiligrader Schloss eröffnet.

Werner Tübke war nicht nur einer der bedeutendsten Maler der DDR, er gehörte wie Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Heinz Zander zur Leipziger Schule, die schon lange vor dem Mauerfall Weltruhm erlangte. Aber auch bei Tübke gilt: Kunst kommt von Können. Genau das wird in den nächsten Wochen den Besuchern der Wiligrader Schau verdeutlicht. Der Kunstverein zeigt Werke, die die Herangehens- und Arbeitsweise von Tübke auch heute noch erlebbar machen. "Tübke musste seine Eindrücke sofort festhalten", erinnert sich Kunstvereinschef Klaus J. Albert. "Wenn gerade nichts anderes verfügbar war, hat er auch auf einem Zeitungsrand gezeichnet." Solche Skizzen sind aber in der Wiligrader Ausstellung nicht zu sehen. Gezeigt werden Impressionen, die u.a. während Tübkes Studienreisen in Ita lien und in der Sowjetunion entstanden sind. "Usbekische Landschaft", "Im Westkaukasus", "Stadttor in der Toskana" und "Volksfest im Gebirge" gehören dazu.

Insgesamt darf der Kunstverein Wiligrad seine Ausstellung aus 21 Lithografien und 55 Zeichnungen zusammenstellen, die die Werner-Tübke-Stiftung und die Galerie Schwind aus Leipzig zur Verfügung stellen. "Bei der Auswahl haben wir uns auch mit Brigitte Tübke-Schellenberg abgestimmt", berichtet Albert. Die Witwe des Malers schafft es aber nicht zur Ausstellungseröffnung nach Mecklenburg. Sie hat aber zugesagt, zum Ende der Ausstellung nach Wiligrad zu kommen - auch zu einer öffentlichen Diskussion über das Leben und das Werk von Werner Tübke. Darauf freut sich Klaus J. Albert schon jetzt. Die Wiligrader Schau wird zudem um sechs Arbeiten aus dem weltberühmten Bauernkriegs-Zyklus von Werner Tübke ergänzt. Diese stammen aus der Privatsammlung eines Mecklenburgers, berichtet Albert.

Zugleich hofft der Vorsitzende des Kunstvereins, dass diese Ausstellung an die große Doppelausstellung mit Werken von Wolfgang Mattheuer und Ursula Mattheuer-Neustädt aus dem Spätsommer 2010 anknüpfen kann. Damals war das Zuschauerinteresse sehr groß. "Uns ist es aber auch wichtig, dass wir die Werke der Meister der Leipziger Schule der jungen Generation von heute nahebringen", betont Albert.

Die Werner-Tübke-Ausstellung ist zwischen dem 11. August und dem 23. September in der Galerie von Schloss Wiligrad zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis sonnabends jeweils von 10 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr. Zur Eröffnung am heutigen Sonnabend um 17 Uhr wird die Kunstwissenschaftlerin Dr. Hela Baudis sprechen.

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